Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Alles über die allgemeine Technik der ZZR 600
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Zauberer » 15.05.2016, 11:11

TopfGold hat geschrieben:Oppa, wo liegt denn das Problem? Er hat doch einen Hauptständer, der ist nur nicht montiert! Die zwei Bolzen wieder rein und gut ist! Was du immer für ein Drama machst :roll:
=D> =D> =D> :badgrin:
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 15.05.2016, 15:25

Immer diese Panikmacherei :D :D

Bin eh schon so Panik belastet was das Motorrad angeht :lol: :lol:
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Schleifi » 15.05.2016, 18:35

WP_2015 hat geschrieben:Immer diese Panikmacherei :D :D
Nein nein, so kann man das auch nicht sehen. Panikmacherei ist das nicht. Oppa ist in allem halt sehr sehr genau, was ja nun nicht negativ ist.
Was man davon umsetzt oder umsetzen will, kann ja letztendlich jeder für sich entscheiden.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 15.05.2016, 20:13

Wenn ich könnte würde ich natürlich alles umsetzen wollen.
Aber nur die ruhe, habe mir sagen lassen das mit der Zeit die Erfahrung komme.
Na dann bin ich mal gespannt wie lange ich warten muss :D :D
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Oppa » 15.05.2016, 20:34

Na ja, auf die Idee mit dem nachträglichen Einsetzen wäre ich nicht gekommen. Aber gute Idee! Na ja, habt Ihr zwei halt was zum Draufkloppen gehabt, kann ich ab! ;)
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Yogi58 » 16.05.2016, 11:24

TopfGold hat geschrieben:Er hat doch einen Hauptständer, der ist nur nicht montiert! Die zwei Bolzen wieder rein und gut ist! Was du immer für ein Drama machst :roll:


Irrtum [-X . Die Bolzen durchsägen und der Hauptständer ist ab. Zum einbauen der neuen Bolzen muss der Krümmer demontiert werden - und das wollte er ja vermeiden.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 16.05.2016, 13:27

Ja das stimmt.
Aber die Bolzen kann ich auch von der anderen seite fest schrauben, sodass nix mehr am krümmer anstoßt.

Müsste glaub ich gut gehen, bin mir aber nicht sicher.
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Zauberer » 16.05.2016, 13:35

WP_2015 hat geschrieben:Ja das stimmt.
Aber die Bolzen kann ich auch von der anderen seite fest schrauben, sodass nix mehr am krümmer anstoßt.

Die müssen nicht einmal fest geschraubt werden, da der Ständer nur für die Wartung halten muss.
Ich lebe so schon ewig mit dem Hauptständer. Für die Wartung das Ding drunter, Bolzen rein ohne Schrauben, aufbocken und passt.
Bei mir ist es aber auch etwas leichter, da auf der linken Seite kein ESD sitzt.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Yogi58 » 16.05.2016, 13:53

WP_2015 hat geschrieben:Ja das stimmt. Aber die Bolzen kann ich auch von der anderen seite fest schrauben, sodass nix mehr am krümmer anstoßt. Müsste glaub ich gut gehen, bin mir aber nicht sicher.

Wenn das funktioniert, müsste man sich die Frage stellen: was hat sich Kawasaki dabei (nicht) gedacht. Erinnert mich an meine GPX 750 R. Der defekte Öldruckschalter ließ sich damals nicht austauschen, weil er beim rausdrehen am Rahmen angestoßen ist.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 16.05.2016, 13:57

Ja, müsste man mal ausprobieren.

Da ich meine schrauben aber durchgesägt habe kann ich das leider nimma testen :)
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Oppa » 16.05.2016, 14:21

Yogi58 hat geschrieben:...müsste man sich die Frage stellen: was hat sich Kawasaki dabei (nicht) gedacht...

Da gibt's noch mehr dieser Flops, z. B. die vordere Schraube an der Bremsstütze hinten, die eine Schraube der Hebelei, die ständig am Kettenschleifer hakt und an die Verkleidung mit Über-/Unterhaken braucht man gar nicht denken! :(

WP_2015 hat geschrieben:...Da ich meine schrauben aber durchgesägt habe kann ich das leider nimma testen :)
Nur für's gelegentliche Aufbocken würden sogar gewindelose Bolzen in passender Größe langen (z. B. Hammernieten - kannste ja noch 'n Loch für'n Splint durchbohren ;) ), sollte aber auch mit jeder passenden Schraube gehen, vorzugsweise eine Schaftschraube, dann schrubbelt der Ständer nicht über's Gewinde. ;)
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 20.05.2016, 16:19

Servus,



Habe da jetzt nochmal eine frage zum Luftdruck.

Herstellerangaben sind ja vorne 2,5 und hinten 2,9 für die brigestone bt021. ( immer am kalten reifen luftdruck messen )



Jetzt meinte n erfahrener Motorrad fahrer der wo meine maschine auch schon gefahren ist das sei viel zu viel.

Er meint, vorne 2,2 und hinten max. 2,5.



Ich bei 75 kg immer alleine unterwegs.



Was ist denn nun richtig?
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Yogi58 » 20.05.2016, 20:39

Ich glaub der Hersteller weiß das besser. Laut Datenblatt http://www.kawamotor.de/altes%20Web%20mit%20History/Kawasaki/Kawasaki2004/TechnischeDaten/zzr600.pdf und Kawa-Betriebsanleitung vorne 2,5 hinten 2,9
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 20.05.2016, 22:50

Kann denn bei vorne:2,2 u. hinten 2,4 was gravierendes passieren ?

Also, dass das Fahrverhalten dann zu schwammig in den Kurven wird oder oder oder ?

Das ist nämlich die Angabe vom Spezi, der seit 8 Jahren so fährt.

Er meint, dass 2,9 Bar für hinten nur wahnsinnige sind die Reifenverschleiß vorbeugen

Seine Aussage: " weniger Luft, mehr Kontakt und Auflagefläche - Ergo mehr Auflage mehr Grip und mehr Hitze "

Mir persönlich ist es egal, nur möchte ich im alleine Betrieb nicht den falschen Reifendruck drin haben.

Hat also jemand erfahrungen mit den bridgestone BT021 v: 2,2 h:2,4
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Scaz0r » 20.05.2016, 23:21

die 2,5 / 2,9 sind Sicherheitsdrücke, die sowohl Moped als auch Reifenhersteller angeben, damit die fein raus sind. Damit kann man nämlich auch stundenlag auf der Autobahn heizen ohne das was passiert.

Welchen Luftdruck man sich jetzt in die Reifen macht ist zum einen von Reifen zu Reifen unterschiedlich und zum anderen fast wie eine Religionsüberzeugung, jedenfalls wenn es darum geht einen Druck zu diskutieren. Macht also wenig Sinn. Entweder also selbst ausprobieren oder den Hersteller des Reifens kontaktieren, Moped, Fahrprofil und Anliegen nennen und hoffen dass man eine kompetente Antwort erhält.

Hatte von Michelin für den PiPo3 relativ gute Informationen erhalten; auf meine Mail zu Metzeler hin hat ein ingenieur von dort angerufen und mir einiges erklärt, wovon ich aber das meiste wieder vergessen habe.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Schleifi » 21.05.2016, 10:33

2,2/2,4 finde ich schwer schwierig fahrbar. Mal völlig unabhängig was die Hersteller erzählen macht so wenig Bar die Fuhre besonders in den Kurven und bei strafferer Fahrweise "wacklig " mit schwammigen Rückmeldungen. Schnullert man nur so die Landstraße lang, fällts vielleicht gar nicht weiter ins Gewicht. Allerdings ist das eine rein subjektive Empfindung und sicherlich auch von der Gewohnheit und der bevorzugten Fahrweise abhängig.
Das persönliche Optimum muss wohl jeder für sich selber herausfinden. Ich bin deutlich leichter als Du und auch ausschließlich ohne Sozius unterwegs
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Oppa » 21.05.2016, 12:27

The never ending story... Sicherheits- und Techniküberlegung... 2,5/2,9 sagt der Unfallsachverständige Ok, darunter alle, die gut fahren können und denen der Sachverständige wurscht ist... :-k
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 23.05.2016, 12:40

Habe es jetzt mal mit v 2,4 & h 2,8 probiert. Keine spürbare veränderung.

Ehrlich gesagt habe ich da auch keine Lust weiter zu experimentieren. Mach einfach in Zukunft den vom Hersteller angegebenen Wert rein und gut ist :)
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon WP_2015 » 20.07.2016, 00:36

Jetzt habe ich da doch nochmal zwei fragen

1) aktuell habe ich 10W40 Vollsynthetisches Öl, kann ich das bedenkenlos wechseln auf Teilsynthetik

2) meine zzr 600 hat in den oberen Drehzahlen ( 11,5 - 12.000\ umdrehungen )immer so art verschlucker trotz Synchronisation und diese zwischenplatten von Asgard ( danke nochmal für den coolen nachmittag am samstag )
Liegt das vielleicht an meinen barracudas?
:roll:

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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon dr.gonzo » 20.07.2016, 08:01

1) ja. Nur nicht mineralisches mit irgend nem synthetischen mischen (hörensagen). Nachm sachgemäßen ablassen + filter neu seh ich aba auch da keine probleme

2) (bin nicht aufm stand mit den zwischenplatten, aber als schnelle antowrt:) ja. alles von lufi bis db-killer wirkt sich auf dein gemisch aus. verschlucken da oben hört sich nach zu fett an. ist (meist) ne gasereinstellung. manche pötte (, lufis, gaseränderungen, ...) bekommt man auf der zzr garnit zum laufen (--> in irgend nem thread aufgelistet)
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Oppa » 20.07.2016, 17:39

Von "oben nach unten" kannst Du immer wechseln, Hauptsache Mopedöl, nur nicht von "unten nach oben". Ob die Sorte passt, wirst Du sehen, wenn's drin ist.

Synchronisation wirkt sich nur im unteren Drehzahlbereich aus, wenn der Unterdruck nicht so stark ist, dass er die Schieber kompakt hochziehen kann.

Verschlucker, hm Zündung/Bordspannung? Evt. auch Auspuff, kann aber einige Ursachen haben. :-k
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon oxtorner » 21.07.2016, 00:32

WP_2015 hat geschrieben:Jetzt habe ich da doch nochmal zwei fragen

1) aktuell habe ich 10W40 Vollsynthetisches Öl, kann ich das bedenkenlos wechseln auf Teilsynthetik

Mal ein paar Anmerkungen grundsätzlich zu Motorölen und Motorradmotoren:
Motorradmotoren, wie sie in der ZZR verbaut sind, unterscheiden sich erheblich von Automotoren, Rasenmähermotoren, Außenbordern und Motorradmotoren vom Typ Harley. Motorradmotoren wie der der ZZR haben nämlich drei eingebaute Mölekülhäckselmaschinen, die in sehr kurzer Zeit die langen Molekülketten eines Motorenöls zerlegen. Und das hat, wie sollte es auch anders sein, Konsequenzen.

Abweichend von den Vorstellungen sehr vieler motorisiert Fahrender, ist Motoröl durchgängig genormt. Und zwar gleich nach mehreren Normen. Diese Normungen bestehen seit langer Zeit und wurden seither immer wieder ergänzt. Urheber ist, wie sollte es auch anders sein, vorwiegend das Mitlitär.

(Anmerkung für strenge Pazifisten: Ja, es gibt nicht genormte, nicht militärisch bestimmte Öle, die auch in der ZZR funktionieren würden. Rhizinusöl zum Beispiel. Man darf sich dann nur nicht an eher kurzen Wechselintervallen stören. (Anmerkung für Ökos: Ja, Rhizinusöl ist sowohl vollbiologisch-dynamisch erhältlich und Nein, das Verbrennen von Erdölderivaten nur zum Spaß in Motorrädern ist nichts für euch und böse, böse, böse!))

So, in meiner Bedienungsanleitung wird folgendes Öl vorgeschrieben: Api SE, SF oder SG, Api SH oder SJ mit JASO MA, SAE 10W40. Das war es, anderes Öl braucht die ZZR nicht. Alles klar? Wahrscheinlich nicht, was auch nicht wirklich verwunderlich ist. Fangen wir hinten an: SAE 10W40 hat nichts, aber auch gar nichts mit der Ölqualität zu tun, sondern ist eine Viskositätsanforderung. Viskosität kann man sich so vorstellen: Wie flüssig ist etwa, hier Motoröl. Die Zahlen sind übrigen willkürlich und gelten nur für den Vergleich von Motorölen untereinander. SAE steht für Society of Automotive Engineers, die 10 gibt die Viskosität im kalten Zustand oder Grenzpumptemperatur bei -30° an. Im Grunde heisst das nix anderes als: Wer unter -30° noch fahren will, muß das Öl wechseln. Ein Öl der Viskosität SAE 10W40 verhält sich wie ein Öl mit SAE10 im kalten Zustand. Öle haben aber eine unangenehme Eigenschaft: Je wärmer desto dünner! Also wird das SAE 10 immer dünnflüssiger, je wärmer es wird. Also braucht man im Sommer, wenn es meist sowieso wärmer ist, ein dickeres Öl wie SAE 40. Wurde früher auch so gemacht. Sommeröl und Winteröl. In den Sechziger kam die Ölindustrie dann auf den Trichter, Polyester in das Öl zu mischen. Die langen Polyestermoleküle verhindern, dass das Öl mit der Grundviskosität von SAE10 bei Wärme, genau genommen bei 100° C, immer dünnflüssiger wird.
Was man noch im Kopf behalten muß, ist, dass die Viskositätsklassen nur für das neue Motoröl gelten! Im Motorradmotor nimmt die obere Viskositätsgrenze sehr, sehr schnell ab.

API-Klassen sind jetzt wirklich Qualitätsbeschreibungen. API = Kennzeichnung und Klassifikationen von Motorenölen gelten für amerikanische Motoren unter amerikanischen Fahrbedingungen. (Importfahrzeuge aus USA, Japan, Korea). Deutsche Fahrbedingungen unterscheiden sich erheblich von amerikanische, trotzdem verlangt Kawasaki kein Öl nach europäischer Normung. Das S in der Spezifikation steht für Ottomotoren (Spark Plugged Engines). Das E steht für "Motorenöl für sehr hohe Anforderungen" und gilt seit 1979(!) nicht mehr. (F wie E nur verbesserter Verschleißschutz und Schlammtragevermögen, out sei 1987; G wie F plus Schutz vor Schwarzschlamm, ausgelaufen 1993). Die Klassen H und J sind für höchste Motorenleistung, bessere Hochtemperaturscherstabilität und besseren Verdampfungsschutz. Bis heute gültig ist J.

Jaso ist die Japanese Automotive Standard Organisation und das Kürzel MA bezeichnet Motorenöle, die für Olbadkupplungen geeignet sind. Also API SJ darf nur in den Motor, wenn da auch JASO MA dransteht!

Wem jetzt bei den Ölqualitäten synthetisches Öl fehlt, der hat recht. Das ist nämlich, jedenfalls was Motorenöle angeht, genau kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Werbeversprechen. Kauft man sein Öl beim Mineralölhändler, - das ist nicht der mit dem Heizöl, sondern ein Fachhandel für Öle, erfährt über das Öl noch einiges mehr. Motorenöle bestehen immer aus einem Basisöl. Dieses Basisöl erfüllt zum Beispiel die Viskositätsklasse 10 und wird mit einem halben hundert Additiven zu 10W40 Api SJ Jaso MA. Die Additive sind sowieso synthetisch, jedenfalls die meisten. Vor über 100 Jahren passierte der Mineralölindustrie, die schon damals für ihre Selbstlosigkeit bekannt war, etwas, was sie einfach nicht verdient hatte: Bei der Destilation von Erdöl blieben immer mehr Sachen übrig, die nicht zu verkaufen waren. Abbrennen bringt kein Geld und in die Landschaft kippen fällt den Leuten irgendwann unangenehm auf. Was also damit machen? In kleine Moleküle zerhacken und neu zusammensetzen, dann kann man das Endprodukt ziemlich genau festlegen. Gedacht, gemacht. Schon konnte man viel mehr Benzin oder Heizöl aus dem Erdöl machen, je nachdem was gerade gefragt war. In Deutschland gab es im 2. Weltkrieg sehr wenig Rohöl und die Chemiker entwickelten Methoden, wie aus anderen Bestandteilen wie Kohle oder Gas Benzin, Motorenöl oder Diesel erzeugt werden konnte. In den Fünzigern kamen dann Anforderungen an Motorenöle für Gasturbinen, die bessere Synthesmöglichkeiten verlangten. Dies ermöglichte den Mineralölfirmen immer spezifischere, - eigentlich reinere, synthetische Öle herzustellen. Turbomotoren in Rennwagen hatten es gerne, wenn das Öl nicht so schnell durch die extrem hohe Temperatur des Turbos verbrannte und hinderliche Ölkrusten bildete. Wenn man ein Basisöl hat, was nur aus einer Sorte Molekülen besteht, weiss man auch, was daraus entsteht, wenn man es an einer rotglühenden Schmierstelle verkokt und kann passende Additive zumischen, die die Koksreste wegspülen. Das haben die Marketingabteilungen irgendwann bemerkt und haben den Kunden eingeredet: Synthetisch = toll, mineralisch = nicht toll. Und für die Unentschiedenen teilsynthetisch = so ein bischen toll. Marketinggewäsch, nix anderes! Jeder Ölhersteller mischt dir nämlich, wenn Du genug bestellst, genau dein Öl an. Großverbraucher machen das auch so. Und wenn das Basisöl nicht aus Raffinaten zu haben ist, kommt es eben aus dem Synthesekessel. Syntheseöl heisst genau eigentlich nur, das es nicht natürlichen Ursprungs ist. Man kann auch sehr schlechtes Öl synthetisieren!

Das Basisöl macht 60 bis 80% des Motorenöls aus, der Rest sind Additive. Alterungsschutzmittel, Detergentien, Dispergentien, Korrosionsinhibitoren, Metalldeaktivatoren, Oxidationsinhibitoren, Pourpointdepressants, Reibungsminderern, Schaumdämpfern, Verschleißminderern und Viskositätsindexverbesserern. Einige davon werden übrigens nicht synthetisiert, auch nicht bei Vollsyntheseöl! (Marketingsprech meint dann auch nur die Basisöle, wenn von synthetischem Öl die Rede ist!).

So, jetzt kommt der Teil, wo es eklig wird: Die Menge an Motorenölen, die in Autos eingesetzt wird ist so sehr viel größer wie die Menge, die in Motorradmotoren gebraucht wird. Kapitalismus at its Best: Lohnt also nicht, Motorradöl zu machen oder nur gegen teuer. Lohnt aber, z. B. ein wenig mehr Verschleissminderer und Reibungsminderer ins Synthesebasisöl zu kippen und dann 35 € pro Liter zu verlangen. Kippt man das ins Motorrad, mindert es Reibung und Verschleiss gehörig, besonders an der Kupplung. Die funktioniert über Reibung, also Verschleiss. Da gibt man dem Synthetikanteil die Schuld und schon taugt das Zeug nicht für Motorräder. Mittlerweile gibt es ja Motorradöle, auch in Synthetisch. Wenn die dann nicht mit der Kupplung funktionieren, dann sind immer noch die falschen Additive drin.

Ekliger Teil zwei: Oben habe ich die drei Stellen erwähnt, wo Motorradmotoren eigentlich Öle ohne Additive bräuchten. Das erste ist das Getriebe: Ein Dutzend Zahnräder erzeugt an den Zahnflanken Druck von einigen hundert Bar, kurz nur, aber immer und immer wieder. Hinzu kommen die Ränder der Zahnräder, die auf die langen Molekülketten sowohl des Basisöls, wie auch der Polymere (Polyester oder einige andere Poly...) wie Scheren wirken. Die sind bald zerhackt. An zweiter Stelle dann der Primärtrieb: Zahnräder und Kette. Hoher Druck zwischen Kette und Zahnrad und die Schere an den Kettengliedern. Das auch noch bei sehr hoher Geschwindigkeit. Der Nockenwellenantrieb tut auch dazu, nicht ganz so schlimm, aber doch. Die Literleistungen von Motorradmotoren sind verglichen mit Automotoren gigantisch. Das geht nur, wenn man die Reibung im Motor vermindert. Deshalb sind Kolbenringe in Motorradmotoren ziemlich schmal, was aber zur Folge hat, dass der Kolben stärker durch das Motorenöl gekühlt werden muß, meint: Im Bereich der Ringe ist es für das Motoröl wie im Cracker in der Raffinerie. Es wird durch Temperatur und Druck in seine Bestandteile zerlegt.

Und Öl mischen? Abseits von Glaubensfragen? Seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ist es eine Forderung der Motorenhersteller! Es durfte auf keinen Fall sein, dass ein Motorschaden auftratt, weil sich die Motorenöle im Motor nicht vertrugen. Motorölhersteller waren damals eher kleine, regionale Firmen, die erst später von den großen Mineralölfirmen gekauft wurden. Die Marktmacht der Motorenhersteller und das Militär haben es erzwungen, das alle Motorenöle gemischt werden können, ohne dass der Motor Schaden nimmt. Die Kupplung gehört übrigens nicht zum Motor. In der Praxis heisst das: Wenn bei der ZZR ein Liter fehlt und es ist nur 20W-40 Syntheseöl da, rein damit. Bis nach Hause passiert nix und dann kann man immer noch wechseln. Immer im Kopf behalten: Kawasaki schreibt Öl mit einer Spezifikation von 1979 vor! Da hatte ein Motorradmotor eine Literleistung von 144 PS und das waren Zweitakter, da kann das Motoröl garnicht schlecht genug sein. Viertakter hatten da so gegen 105 bis 110 PS/l. ZZR 600 mit versicherungskonformen 98 PS: 163 PS/l!

Und nun? Abseits von Glaube, Liebe, Hoffnung? Schiere Hoffnungslosigkeit! Die Physik im Motorradmotor sagt, nach einigen hundert Kilometern ist das Öl sowieso zerhackt. Unterstellt man, dass die Ölhersteller wenigstens bei den aufgedruckten Spezifikationen nicht zu sehr lügen (angesichts der diversen Abgasskandale eine sehr weitgehende Annahme, ich geb 's ja zu) dann sollte auf dem Kanister Jaso MA stehen. (MA2 oder MA3 ist auch OK), Je weniger was von Turbogeeignet und ähnlichem Gedöns da sonst noch draufsteht, desto besser. Reibverbesserer (Marketingsprech: Verschleissmindernd) heisst nur Additive, die auf die Kupplung gehen. Auch so Worte wie Leichtlauföl haben beim Moppedöl nix verloren. So und jetzt kommt es: Für das eingesparte Geld kauft ihr einen zweiten Kanister und halbiert das Wechselintervall. Wer Gleisanschluß im Garten hat, kann sich auch sein eigenes Öl anmischen lassen, ohne die ganzen Additive, die der Autoindustrie Ölwechselintervalle von 10000den Kilometern ermöglichen. Melden bitte, 20 l von den 30 Kubikmetern nehm ich. Und wer schon mal den Eindruck hatte, dass seine Karre nach einem Ölwechsel ruhiger lief, der hat auch recht: Bevor die Häckselmaschine (vulgo: Getriebe) das Öl zur Plörre gehäckselt hat, schmiert es, wie es eigentlich soll. Einige hundert Kilometer lang.

Fehlt eigentlich nur noch eins: Ölwechselintervall bei Rhizinusol nach ca. 30 Minuten Laufzeit. Jede Stunde Motor und Getriebe generalüberholen wg. Verkokung.

Und noch was am Rande: Die Baumarktölfraktion sollte bei ihren Einkäufen auf dem Ölkanister "Erstraffinat" lesen. Steht das da nicht, ist es recyceltes Öl. Muß nicht schlecht sein, kann aber.

Und noch weiter am Rande: Letztens bemerkte jemand, er glaubte nicht was ich schreibe. Recht hat er! Das da oben ist, genauso wenig wie es Prüfprotokolle sind, keine Glaubensfrage! Sondern Physik und Chemie, kann man also messen und kriegt immer die gleichen Ergebnisse. Wer sich keinen Gaschromatographen leisten kann, um zu überprüfen, was ich schreibe, mache nicht mich dafür verantwortlich. Packung Kippen die Woche weniger und schon nach 34 Jahren steht son Teil in der Werkstatt. Wer also nicht an so Sachen wie die Evolution und Quantenmechanik glaubt und die Relativitätstheorie für im Alltagsleben bedeutungslos hält, dafür aber jemanden kennt, bei dem Exfreund seiner Schwester sein Kollege oder dessen Frisör und der fährt sogar Rennen oder so, immer nur mit Superduper GLXCSV von Mediashop o.ä., dem gebe ich Recht. Ohne weitere Diskussion. Einfach so. Glaubensfragen sind ziemlich öde, glaube ich.

So und ganz, ganz weit am Rande: Wer mehr darüber wissen will: Es gibt ein PDF über Schmierstoffe aus 2003, da wird im Detail erklärt, wie Öl und seine Additive funktionieren. Da steht auch drin, was ich oben geschrieben habe, besser und genauer. Ist aber mit Formeln und so. Verschick ich als Mailanhang, wenn es wer will.

HTH
oxtorner
Zuletzt geändert von oxtorner am 21.07.2016, 13:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon mobbedzwerch » 21.07.2016, 07:43

Warum nur hab ich ein immer breiter werdendes Lächeln auf den Lippen wenn ich einen deiner "Artikel", anders kann man´s garnicht bezeichnen, lese? :) :D :lol:
Informativ, kurzweilig, detailreich und immer mit einem kräftigen Augenzwinkern.

Bitte mehr davon!
Danke oxtorner =D>
:wave
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon Silencer » 21.07.2016, 10:17

=D> Sehr cool, danke für diesen Beitrag!
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Re: Allgemeine Fragen zur ZZR 600

Beitragvon dr.gonzo » 21.07.2016, 12:13

:D =D>
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