Motorrad umgefahren - Totalschaden?

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Floh
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Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 13.06.2010, 13:45

Hi liebe Leute,

mir ist gestern abend kurz vor Ende der ersten Halbzeit England - USA meine geliebte ZZR umgefahren worden. Sie stand schräg in der Parkbucht und die Dame die vor mir stand wollte rückwärts ausparken, hat mein Baby nicht gesehen und hat es auf die rechte Seite geschmissen (also sie ist in die linke Seite der Maschine gefahren worauf die Karre dann auf die rechte Seite gefallen ist.).

Ich habe den Vorfall nicht live mitbekommen, die junge Frau hat sich bei den Nachbarn durchgefragt wem die Maschine denn gehört und ist dann schließlich bei mir gelandet.

Schäden die ich auf den ersten Blick erkennen konnte:

-Schutzblech am Vorderrad ist gebrochen
-Kanzel angebrochen
-Beide Spiegel total zerkratzt
-rechter vorderer Blinker steckt nur halb in der Verkleidung
-Zünddeckel zerkratzt
-rechte Seitenverkleidung stark verkratzt
-hintere rechte Seitenverkleidung gebrochen
-rechter Endtopf zerkratzt und verbeult
-Ölfleck am Boden (wobei die Maschine schon vorher bei hohen Drehzahlen Öl verloren hat, ich der Sache aber noch nicht auf den Grund gehen konnte aus Zeitgründen)

Das sind ja soweit Sachen die eigentlich "leicht" repariert werden können, aber was ist mit dem Rahmen? Könnte der durch den Umfaller angebrochen/verzogen sein? Für den Lenker stellt sich die gleiche Frage. Wenn das so wäre dann würde es sich doch um einen Totalschaden handeln oder?

Da dies mein allererster Versicherungsfall ist habe ich auch noch ein paar Fragen zum Ablauf:

Ich habe mir von der Dame den Ausweis geben lassen und Ausweisnummer, Name, Telefonnummer und das Kennzeichen notiert. Sie hat sich dementsprechend auch meine Daten notiert. Sie sagte dass sie am Montag direkt zur Versicherung gehen und den Schaden melden würde.

Was muss ich jetzt machen? Soll ich warten bis sie (oder die Versicherung) sich meldet? oder sollte ich die Maschine direkt zur Werkstadt bringen und einen Kostenvoranschlag erstellen lassen?

Wenn jemand von Euch damit schon Erfahrungen hat wäre es nett sie hier zu posten!

Danke und Gruß, Floh

P.S.: Meint ihr ich könnte mal eine Probefahrt wagen? Also nur innerhalb der Stadt, ohne Autobahn! Oder wäre das zu riskant?
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Sawakasi
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Sawakasi » 13.06.2010, 14:48

Hallo,
erstmal ärgerlich natürlich, aber du kannst sehr froh sein dass sich die Dame gemeldet hat.. Das macht heute weiß Gott auch nicht jeder.
Meiner Meinung nach sollte der Rahmen nicht verzogen sein. Habe meine zweimal auf die linke Seite geschmissen und bin gut 10 Meter auf der rechten gerutscht und dabei hat sich nix verzogen.
Fahren würde ich nicht mehr unbedingt da es ein Versicherungsschaden ist und das vllt zu Problemen führen kann, aber der Rahmen ist denke ich nicht verzogen ;)

Wie gesagt, Versicherung wird das ja wohl übernehmen!

Lg
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon RAVEN`S Weibchen » 13.06.2010, 15:56

Schön das sich die Dame gemeldet hat ABER ich hätte die Bullen gerufen bei der Sache, damit du auch was festes in der Hand hast falls es sich die Dame nochmal anderst überlegen sollte.Sicher ist sicher ;) . Bin mal auf die Abwicklung gespannt. Bitte um weiteren Bericht.
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Matrix » 13.06.2010, 17:04

Schande aber auch das man unsere Kleine net mal im Rückspiegel sieht :roll:

Was vieleicht noch wichtig wäre.....setz dich mit deiner "eigenen" Versicherung wegen der Sache in verbindung, die haben ne juristische Abteilung die sich gegebenenfalls mit der gegnerischen Vers. in Verbindung setzt!
Ansonsten des Teil nimmer bewegen und nicht von dir aus Gutachten anleihern, da reagieren die Versicherer immer etwas eckelhaft!
Dann hoff ich mal das die Sache Reibungslos über die Bühne geht für dich.
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon GABY » 13.06.2010, 17:19

Ärgerlich - im ersten Moment...

Polizei wäre gut gewesen, aber nicht zwingend notwendig.
Ich denke mal du hast deine Nachbarn als Zeugen.
Und wenn die Dame dich schon gesucht hat dann wird sie wohl keine Rückzieher machen.

Das wichtigste wären die Versicherungsdaten der jungen Frau - hast du die ?? Ansonsten ruf sie nochmals an
und frag danach.. Welche Versicherung und die Versicherungsscheinummer. Vielleicht ist sie ja so nett und gibt dir
noch die Telefonnummer. ( ansonsten bekommst du die Daten auch über den Verband der Versicherer raus)
Dann rufst du da am besten selbst an und fragst wie du dich verhalten sollst. Wahrscheinlich
sollst du zu ner Werkstatt fahren (wenn das denn geht) und dir nen Kostenvoranschlag geben lassen - dies wäre für die
Versicherung am günstigsten. Du kannst denen aber sagen das du nicht weißt ob du noch fahren kannnst (weil ja Öl tropft) und dann schicken sie dir einen Gutachter vorbei. Die meisten Versicherungen haben Vereinbarungen mit Gutachtern, deshalb such dir keinen eigenen aus. Und wenn die Versicherung den Gutachter beauftragt brauchst du auch keine Angst vor irgendwelchen Kosten haben.. Zeig dem jeden noch so kleinsten Kratzer und warte das Gutachten ab.
Parallel dazu bekommst du einen Fragebogen für Anspruchsteller von der Versicherung, den du ausfüllt und zurück schickst.

Alles gar nicht so schlimm also und wenn du dich richtig verhälst, wirst du dein Geld schnell bekommen !!!!

(Und die passenden Teile suchst du dir in der Bucht)

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 13.06.2010, 18:31

Vielen Dank für die Antworten!

Sie hatte mit mir zusammen die Polizei gerufen die dann auch endlich mal nach dem Ende der 1.Halbzeit eintraf (wasn zufall aber auch;)). Der Polizist erklärte uns dann dass wir das auch ohne deren Hilfe regeln können, ansonsten würde es 35,- für die junge Dame kosten. Also haben wir das so unter uns geklärt und die Jungs in grün konnten wieder Fußball schauen gehen.

Ihre Versicherungsnummer habe ich nicht, allerdings hat sie mir gesagt dass sie bei der HUK ist ( da bin ich auch). Ich hoffe das stellt keinen Nachteil da dass wir beide bei ein und derselben Versicherung sind.

Als Zeugen habe ich u.a. meine Freundin, die junge Frau hatte mich im ersten Moment nicht erreichen können da ich gerad unter der Dusche stand und ist dann nebenan zu meiner Freundin in die Tanzschule. Die hat mich dann angerufen.
Die junge Frau war nicht alleine, ihr Mann war auch mit dabei. Sie fuhr so ein SUV, also einen ziemlich hohen Wagen, darum hat sie meine Kleine nicht gesehen;)

Ich werde aber darauf bestehen dass der Rahmen und die Lenkung überprüft, bzw vermessen und auf Haarrisse untersucht wird! Hab keinen Bock dass mir bei 200 auf der Bahn der Rahmen wegbricht. Sie ist doch schon mit ordentlich Schmackes da vor gebrettert, die Spuren an ihrer Stoßstange zeugen davon (ca 1 cm tiefes Loch von der linken Fußraste, dicke Beule vom Spiegel in der Heckklappe usw)

Dann lass ich die Kleine jetzt stehen und werde mich den öffentlichen Verkehrmitteln widmen... :( Zurück in die Steinzeit!

Bekomme ich das eigentlich bezahlt? Also die kosten für die öffentlichen? Hab nämlich kein Auto oder sonst eine andere Möglichkeit zur Arbeit zu kommen!


Gruß, Floh
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon GABY » 13.06.2010, 18:51

Warum sollte das ein Nachteil sein wenn sie die gleiche Versicherung hat ??
Dann ruf da morgen mal an, auch wenn du ihre Vers. Scheinnr nicht hast. Die bekommen das auch
anhand des Kennzeichens und des Namens raus.
Und dem Gutachter, den die Versicherung schickt, kannst du deine Ängste ruhig mitteilen - der wird dir schon
sagen was zu tun ist..

Mit dem bezahlen der öffentlichen... Soweit ich weiß hast du einen Anspruch auf die im Gutachten stehenden
Reparatur Tage - dafür kannst du dir ein gleichwertiges Fahrzeug ausleihen !! Aber nur, wenn du das Moped auch
in einer Werkstatt reparieren lässt (mach das bloß nicht !!!!!!)

Fahr lieber ein paar Tage Bus auf deine Kosten und rechne nach Gutachten ab - das Busgeld hast du bestimmt
wieder raus (ich denke mal das du dann auch hättest Taxi fahren können)

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 13.06.2010, 18:52

Hab gerade mal Fotos gemacht, anschauen könnt Ihr Euch sie hier:

http://img139.imageshack.us/g/13062010129.jpg/


Die Qualität ist leider nicht so toll, meine Handycam gibt nicht mehr her;)


Edit: Auf den Bildern sieht es nicht so schlimm aus, in echt aber schon;)
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Ziggy Stardust » 13.06.2010, 23:19

Als Geschädigter würde ich mir sofort einen Anwalt nehmen.
Das steht dir zu und der passt auch auf, daß die gegnerische Versicherung nicht zu knauserig ist.
Das geht schon mit der Auswahl des Gutachters los...

P.S.: Ich spreche (leider) aus eigener Erfahrung :|
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..wenn die Polizei sagt ''Papiere'' und ich sage ''Schere'', hab ich dann gewonnen ?

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 14.06.2010, 10:40

So hab gerad bei der Versicherung angerufen und den Schaden gemeldet.

Die Dame hat mir angeboten einen Sachverständigen zu schicken ( von der Dekra ). Ist das ok? Ich habe da jetzt einfach mal eingewilligt. Dekra hört sich gut an;)

Pro Tag bekomme ich 56,- Euro Nutzungsausfall, das heisst ich könnte locker mitm Taxi zur Arbeit und zurück gurken^^


Weitere Infos folgen!

Gruß
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon GABY » 14.06.2010, 11:08

Hi Floh,

Dekra ist ok, und denk dran zeig dem wirklich jeden Kratzer (Auspuff bringt ne Menge Geld.. :p )

Aber bekomme keinen Schreck wenn du das Gutachten bekommst - es wird bei
den Reparaturkosten wohl auf einen Totalschaden hinauslaufen.
Teile bekommst du allerdings günstig in der Bucht oder sogar hier und dann machst
du sie dir wieder fertig.

Am Ende freut sich dann bestimmt noch die Forenkasse über eine Spende von
dir... =D>

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 14.06.2010, 20:41

GABY hat geschrieben:Hi Floh,

Dekra ist ok, und denk dran zeig dem wirklich jeden Kratzer (Auspuff bringt ne Menge Geld.. :p )

Aber bekomme keinen Schreck wenn du das Gutachten bekommst - es wird bei
den Reparaturkosten wohl auf einen Totalschaden hinauslaufen.
Teile bekommst du allerdings günstig in der Bucht oder sogar hier und dann machst
du sie dir wieder fertig.

Am Ende freut sich dann bestimmt noch die Forenkasse über eine Spende von
dir... =D>


Ich denke auch mal dass das ein Totalschaden wird. Mit wieviel kann ich denn dann so ungefähr rechnen?;))))

Aber muss man bei einem Totalschaden nicht nachweisen dass man die Karre vernichtet hat? Hab sowas gehört...

Ansonsten schlachte ich sie aus und hol mir ne neue, ich hatte immer Probleme mit dem 2 Gang;)


Die junge Dame wollte sich heute eigentlich gemeldet haben, hat sie aber nicht. Werde sie morgen mal anrufen.

So in ziemlich genau 12 Stunden ist der Gutachter da, dann gibts neue Infos;)

Und das mit der Forenkasse ist gebongt :p


Gruß
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon zwille » 14.06.2010, 21:44

Floh hat geschrieben:Aber muss man bei einem Totalschaden nicht nachweisen dass man die Karre vernichtet hat? Hab sowas gehört...


nein, muss man nicht. im gutachten wird der wiederbeschaffungswert festgehalten, also die geldmenge, die du auf dem markt für ein vergleichbares fahrzeug bezahlen müsstest und der restwert des beschädigten fahrzeugs, den du bei verkauf rereichen kannst. die versicherung zahlt dann mindestens die differenz aus diesen 2 beträgen und du "verkaufst" das beschädigte fahrzeug.

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Oppa » 14.06.2010, 23:04

generell nicht verkehrt: vorgefertigten Unfallbericht (habe ich von meiner Versicherung) mitführen, von beiden Parteien (und möglichst einem unabhängigen Zeugen) ausfüllen und unterschreiben/lassen. Spart die Polizei, sofern der Unfallhergang nicht streitig ist und macht "Ausreden" hinterher schwieriger.

Wenn die Versicherung Dir den Wiederbeschaffungswert ersetzt hat, gehört ihr auch Dein Schrott. Dann muss geklärt werden, ob und wenn ja zu welchem Preis Du den Schrott behalten (und anschließend ausschlachten) darfst. Bekommst Du nur die Differenz zum Schrottwert, gehört die Karre Dir.
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 15.06.2010, 08:51

So noch 10 Minuten bis zum Gutachter, bitte Daumen drücken;)



EDIT: Da war er!

Aber so ganz zufrieden bin ich nicht. Er hat sich zwar alles angeschaut, aufgeschrieben und Fotos gemacht. Als ich ihn dann auf den Rahmen, bzw die Lenkung angesprochen habe sagte er: "Wenn ich jetzt alles aufschreibe dann ist sie tot." Öhm ja ok, wenn das so ist dann ist das nunmal so. WTF??? Hab dann gesagt falls ich beim Fahren irgendeine kleinste Kleinigkeit feststelle dann melde ich mich nochmal. Hab dann mal aus Spaß am Gashahn gedreht und siehe da: Er geht nicht mehr von alleine zurück, auch das Gasgeben selber ging sehr schwer.

Lustigerweise ist 5 Minuten bevor der Gutachter ankam meine Unfallgegnerin in die Straße eingebogen und versicherte mir nochmals dass sie der Versicherung schon alles berichtet habe...

Wir sind mal gespannt!


Ich halte Euch weiterhin auf dem Laufenden.

Gruß und schöne sonnige Fahrten Euch allen heute.
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Ziggy Stardust » 15.06.2010, 20:08

Ich kanns nur wiederholen: nimm Dir schleunigst einen Anwalt!!!

(Muß eh die gegnerische Versicherung tragen)
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 15.06.2010, 20:45

Ziggy Stardust hat geschrieben:Ich kanns nur wiederholen: nimm Dir schleunigst einen Anwalt!!!

(Muß eh die gegnerische Versicherung tragen)



Hab mir gerad schon einen hier aus Duisburg rausgesucht.

Muss ich den vorher bei der Versicherung anmelden? Oder einfach hin und sagen "Die Versicherung bezahlt?"

Wir sind beide bei der selben Versicherung, ich habe heute nochmals nachgefragt ob sie denn jetzt den Unfall angezeigt hat und: ja, hat sie! Hat sich schuldig bekannt etc. Somit bin ich da schonmal auf der sicheren Seite!

Morgen werde ich den Gutachter einfach mal anrufen (er hat mir seine Karte gegeben) und dann schaue ich mal weiter.

Gruß
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon GABY » 16.06.2010, 12:37

Warum Anwalt ???

Die Frau hat den Schaden gemeldet, der Sachverständige hat dein Moped begutachtet und
die Gegnerin ist bei der gleichen Versicherung...

Ich verstehe nicht warum alle immer gleich zum Anwalrt rennen... :roll:

Warte doch ersteinmal das Gutachten ab, wenn du der Meinung bist das da etwas nicht stimmt kannst du
immernoch mit der Versicherung reden und ggfls einen Anwalt einschalten.
Ich denke auch das du dadurch dann dein geld später bekommen wirst - das wird alles hinaus gezögert...
(und das für vielleicht 100,-- Euro mehr..., aber der Anwalt verdient...)

Mein Spruch : lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach

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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon sanplis » 16.06.2010, 14:16

GABY hat geschrieben:Ich verstehe nicht warum alle immer gleich zum Anwalrt rennen... :roll:

Weil Otto Normalverbraucher zumeist gar nicht weiß, was ihm zusteht und welche Schritte erforderlich sind. Auch wenn die Frau bei der selben Versicherung ist, wird die Versicherung deshalb nicht mit glänzenden Augen zahlen. Die sind ein finanzorientiertes Unternehmen und wollen/müssen so wenig zahlen wie möglich. Ein Anwalt mit Kenntniss in Verkehrsrecht kennt die Hebel die man drücken muss.

Das ist kein böser Wille, nur die beste Verteidigung, leider.

Gruß
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Ziggy Stardust » 16.06.2010, 21:12

GABY hat geschrieben:Warum Anwalt ???


1.) siehe Sandro,
2.) mehrere schlechte Erfahrungen, bei denen ich durch den Anwalt deutlich besser weggekommen bin.
3.) Die Fragen von Floh drücken genügend Unsicherheit und Unwissenheit aus..
4.) bequemer ist es auch ;-)

Deshalb!

Es soll ja nicht bedeuten, daß man gleich zum Anwalt rennt, um dem Unfallgegner eine reinzudrücken,
nein, der Anwalt soll lediglich alle berechtigten Ansprüche der Versicherung gegenüber durchsetzen.
Wie gesagt, mit der Auswahl des Gutachters geht es los...
Der erste kommt ja nicht ohne Grund von der gegnerischen Versicherung!
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Oppa » 16.06.2010, 22:51

Yepp, und sollten die erst mal merken, dass Floh unsicher ist und keine Ahnung hat... :^o

Wenn ich bedenke, mit welchem Schmerzensgeld ich damals - absolut zügig - abgespeist werden sollte... [-X ...bekam ich mit Anwalt - zugegebener Maßen etwas später - so ca. das Dreifache... :D :D :D

Ok, beim Schmerzengeld sind die Spielräume etwas größer, aber auch der Sachschaden hat seine Tücken. Und der eigene Anwalt stellt nur "Waffengleichheit" her!
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 16.06.2010, 23:40

OK Anwalt ist gut!

Aber muss ich den vorher bei der Versicherung "anmelden" oder einfach nehmen und sagen dass die Versicherung zahlt?

Erstmal abwarten was der Gutachter sagt;)
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Floh » 17.06.2010, 20:38

So das vorläufige Ergebnis lautet: Totalschaden. Das hat der Gutachter vorhin gesagt.
Er schätzt den Wiederbeschaffungswert auf ca 1900,- Euro. Den Restwert hat er noch nicht berechnet.

Jetzt heisst es weiter abwarten!

Gruß
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon Garam » 17.06.2010, 23:30

Sehe gegenwärtig nicht die Notwendigkeit einen Anwalt einzuschalten.
Du bist bei derselben Gesellschaft, letztendlich bezahlt du diesen indirekt mit deinen Verischerungsbeiträgen.
Die Haftungsfrage ist eindeutig.

Die Versicherung wird auf der Grundlage des Gutachtens abrechnen.

Liegen die Reparaturkosten unterhalb des Widerbeschaffungswertes wird dir die Versicherung eine Reparaturkostenübernahmeerklärung in Höhe der im GA kalkulierten Reparaturkosten ausstellen. Mit der kannst du in die Werkstatt gehen und die Karre reparieren lassen.

Oder du schickst sieder Versicherung zurück und wähst die Totalschadenabrechnung. Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert. Dem Restwert muß ein konkretes Kaufangebot eines im GA angegebenen Käufers zugrunde liegen.

Liegen die Reparaturkosten überhalb des Wiederbeschaffungswertes wird die Versicherung in jedem Fall erst mal eine Totalschadenabrechnung vornehmen.

Du kannst aber trotzdem reparieren lassen, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um nicht mehr als 130 % übersteigen.

Im Falle einer Reparatur (auch wenn du sie selber ausführst) wird Mehrwertsteuer nur erstattet, wenn sie tatsächlich angefallen ist. Wenn z.B. eine Totalschadenabrechnung vorgenommen worden ist und die repariert selber und kaufst beim Händler neue Teile, kannst du im Nachhinein die Rechnungen einreichen und bekommst den den Mehrwertsteueranteil erstattet.

Im Gutachten seht oft auch der Satz für Nutzungsausfall pro Tag drin, sowie die Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungsdauer drin. Nachdem die Karre repariert ist, schickst du der Versicherung ein Foto mit der aktullen Tageszeitung als Nachweis und schaust erst mal was die sagen.

Vergiß nicht 25 € Kostenpauschale geltend zu machen!

Wenns Probleme gibt oder sich die Sache zu lange verzögert, kannst du immer noch zum Anwalt gehen.
Es ist auch nicht gesagt, dass ein Anwalt die Sache beschleunigt. Glaubst du ein Anwalt reißt sich für eine 08/15 Gutachtenabrechnung die Beine aus, wie im Fernsehen :lol: :lol:
Da ist es sinnvoller mal zu christlicher Zeit (nicht um 11.55 Uhr oder nach 16 Uhr) den Telefonhörer hochzunehmen und ein freundliches Gespräch zu führen. Auf der anderen Seite sitzen auch nur Menschen - ich spreche aus Erfahrung ;)
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Re: Motorrad umgefahren - Totalschaden?

Beitragvon cheetah » 18.06.2010, 10:51

Garam, ein Top-Beitrag!
Ich sehe das genauso.
Schuldfrage eindeutig, Schmerzensgeld kommt nicht in Betracht, basta.
Totalschaden ist die beste Variante.

Gruss, Cheetah
...nur noch 'ne Hyperstrada.

Man sollte an etwas glauben. Ich glaube, ich trinke noch ein Bier...


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