Vergaser umbauen!?

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sven.pfinztal
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Vergaser umbauen!?

Beitragvon sven.pfinztal » 23.09.2017, 01:46

Hallo zusammen,
hat eigentlich schon mal jemand mit Erfolg andere Vergaser montiert? Zum Beispiel die einer ZZR 1100!
Danke schon mal jetzt für die Rückmeldungen.
Viele Grüße aus Karlsruhe
Sven

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Oppa » 23.09.2017, 12:33

Was soll das bringen? :-k
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon oxtorner » 25.09.2017, 00:42

sven.pfinztal hat geschrieben:Hallo zusammen,
hat eigentlich schon mal jemand mit Erfolg andere Vergaser montiert?

Nö, wozu?

sven.pfinztal hat geschrieben: Zum Beispiel die einer ZZR 1100!

Den schon garnicht. Wenn schon, dann wegen mehr Leistung, nicht weniger.

sven.pfinztal hat geschrieben: Danke schon mal jetzt für die Rückmeldungen.

Was geht, ist die Einspritzung einer YZF R6. Braucht natürlich auch die Peripherie, die an die ZZR angepasst werden muß. Also Luftmassenmesser, Lufttemperatur und Lambdsonden und Zündanlage. Gibt 121 PS bei 15700 Umdrehungen. Gebremst auf einem Motorprüfstand. Allerdings flattern da schon die Ventile, andere Ventilfedern sind nötig, ggf. leichtere Ventile. Außerdem fehlt es an Power unterhalb von 10000 Umdrehungen. Änderungen am Anssaugtrakt und Auspufftrakt sind unabdingbar. Man kann das ausprobieren, was rasend viel Zeit kostet. Alternativ berechnen, dass braucht aber reichlich Rechenleistung, die mir zur Zeit nicht zur Verfügung steht.

Aber vielleicht erklärst Du einfach mal, was Du dadurch erreichen willst.

sven.pfinztal hat geschrieben:Viele Grüße aus Karlsruhe
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Asgard » 27.09.2017, 21:15

Die ZZR ist meiner Meinung voll ausgereizt. Einfach nur andere Versager wird nach hinten losgehen. Also Leistungseinbussen. Also wenn du richtig Geld in die Hand nimmst bekommst die ZZR bestimmt auf 120 Ps. Aber da kannst dir gleich was anderes holen. Je nach km Leistung deiner ZZR würd ich mal deine Perepherie begutachten. Bei meiner ist mir damals aufgefallen das die Aluschieber der Vergaser ganz schön eingelaufen waren. Das ist blöd da die da drin das zittern anfangen. Sämtliche Düsen mal wieder aufs orginal Mass bringen und dann sauber synchronisieren. Auch die Leerlaufgemischschrauben kann man laut Forumsanleitung optimieren. Oder das Ventilspiel, ist es in der Tolleranz oder alle gleich eingestellt. Ein offener Luffi kann auch was bringen.
Achso das alles nur wenn du mehr Leistung willst. Wenn es um ein neuen Vergaser an sich geht, muss es absolutes Glück sein, wenn einer passen sollte. Also Einbaumass und Vergasergrösse.
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon strandmicha » 28.09.2017, 06:25

Schade dass hier keine weiteren Antworten von sven kommen. Thema mehr Leistung bei der zzr wurde ja schon oft genug breit getreten. Die größte Leistungssteigerung bekommt man kostenlos hin.

Dein Fahrstil.

Die wenigsten Leute bewegen die zzr an ihrer Grenze. Dafür ist sie normalerweise nicht gemacht. Motorrad fahren ist halt mehr als nur 240 gerade aus. Willst du hier mehr, hilft dir nur ein anderes mopped.
Fürs kurvenheizen kannst du einiges verändern. Dämpfer hinten und vorne neu und richtig einstellen. HH hinten. Andere reifen und wenn du da an der grenze bist dann senke den Luftdruck auf 1.6 bis 1.8 bar ab.

Die zzr ist und bleibt aber ein Sport TOURER. Sprich, zügige Touren. Kein Rennen.
Ich bewege die zzr auch auf der rennstrecke. Egal wie gut du mit ihr fahren kannst. Gegen eine r6 oder cbr600rr wirst du nie eine reale Chance haben wenn dort ein gleichwertiger Fahrer drauf sitzt. Unsere ZZR wird nicht umsonst "eisenschwein " genannt.
Und der Motor mag es im übrigen auch nicht...... :doubt:
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon oxtorner » 28.09.2017, 16:01

Asgard hat geschrieben:Die ZZR ist meiner Meinung voll ausgereizt.

Nö, nicht wirklich.

Asgard hat geschrieben:Einfach nur andere Versager wird nach hinten losgehen. Also Leistungseinbussen.

Aber sowas von! Grössere Vergaser, ohne den Ansaugweg zwischen Vergaser und Ventilen anzupassen, kosten erheblich Leistung.

Asgard hat geschrieben:Also wenn du richtig Geld in die Hand nimmst bekommst die ZZR bestimmt auf 120 Ps.

So teuer ist das nicht, die nötigen Teile kosten nicht viel. Aber die Arbeitsstunden, es dauert. Mit drei Leuten dauert es bei mir 2 Stunden, den Motor auf den Prüfstand zu montieren und alle Meßtechnik zu montieren. Dann läuft der Motor vielleicht 10 Minuten, um ein geändertes Kennfeld für die Einspritzung zu testen. Jetzt muß wahrscheinlich das Kennfeld für die Zündung geändert werden. Auswertung der Prüfstandmessungen und dann beliebig viele Stunden für die notwendigen Änderungen und deren Simulation! Fehler bedeuten immer Leistungsverlust, wenn es gutgeht. Sonst Alubrösel.

Asgard hat geschrieben:Aber da kannst dir gleich was anderes holen. Je nach km Leistung deiner ZZR würd ich mal deine Perepherie begutachten. Bei meiner ist mir damals aufgefallen das die Aluschieber der Vergaser ganz schön eingelaufen waren.

Das passiert übrigen ziemlich schnell. Und wackelige Schieber kosten erheblich Leistung. Genauso ungleich öffnende Schieber. Drosselklappen sind da genauso Thema: Selbst, wenn die nicht auf der Welle wackeln, können sie eine Kannte im Vergaser einarbeiten. Kostet Leistung und kann nur sehr schwer repariert werden.

Asgard hat geschrieben:Das ist blöd da die da drin das zittern anfangen. Sämtliche Düsen mal wieder aufs orginal Mass bringen

Nicht bringen, sondern neue Düsen und dann ausmessen. Was bei Hauptdüse und Leerlaufdüse noch einfach ist, ist bei den Nadeldüsen und den Düsennadeln schon schwieriger. Und man misst Tropfen, nicht mit der Düsenlehre darin rumstochern. Weitet die Düse sehr leicht.

Asgard hat geschrieben:und dann sauber synchronisieren. Auch die Leerlaufgemischschrauben kann man laut Forumsanleitung optimieren.

Muß man sogar. Je gleichmässiger man die Zylinder befüllen kann, desto besser. Und das braucht man über den ganzen nutzbaren Drehzahlbereich.

Asgard hat geschrieben:Oder das Ventilspiel, ist es in der Tolleranz oder alle gleich eingestellt. Ein offener Luffi kann auch was
bringen.

Sowieso und dann die Zündung. Es darf keine (in Worten: Keine) Zündaussetzer geben. Ein Takt ohne Zündung lässt für den Zylinder die Strömung zusammenbrechen und es braucht ungefähr drei bis fünf Takte, bis die Gassäule wieder voll steht. Es ist vielleicht nötig, das hängt vom konkreten Motor ab, ungleiche Elektrodenabstände zu fahren. Eigentlich sogar unterschiedliche Kerzen, damit der Zündfunke immer da über geht, wo das Gemisch im Zylinder am besten angebrannt werden kann. Damit allein kann man sich tagelang beschäftigen.

Und hinterhältigerweise gelten die Optimierungen dann genau für eine bestimmte Aussentemperatur und einen bestimmten Luftdruck.

Asgard hat geschrieben:Achso das alles nur wenn du mehr Leistung willst. Wenn es um ein neuen Vergaser an sich geht, muss es absolutes Glück sein, wenn einer passen sollte. Also Einbaumass und Vergasergrösse.

Naja, da gibt es schon einiges. Aber ob es besser ist, als das Original, sei nochmal dahingestellt. Allerdings ist alles, was man neu kaufen kann, besser als ein verschlissenes, verranztes Original.

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Asgard » 28.09.2017, 21:49

Sag ich doch ;)
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Scaz0r » 29.09.2017, 15:49

strandmicha hat geschrieben: Andere reifen und wenn du da an der grenze bist dann senke den Luftdruck auf 1.6 bis 1.8 bar ab.


Nein.
Einfach nur nein.

Wie kannst du sowas vorschlagen? Geht's noch?
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon ukofumo » 29.09.2017, 21:20

strandmicha hat geschrieben:dann senke den Luftdruck auf 1.6 bis 1.8 bar ab.

nee nee [-X dat wird nix - ist eher schon grob fahrlässig [-X

meine 9R reagiert besonders auf der Vorderhand sehr empfindlich was Reifendruck anbelangt
0,2 bar unter Herstellerangabe ist ggf. noch vertrehtbar - wenn ich aber den Druck noch weiter absenke
wird das deutlich spürbar in schlehtem Handling ind Spurtreue - unter 2,0 bar wird die Grazie dann unfahrbar.
auf der Hinterhand ist der Effekt nicht ganz so krass, aber auch hier spürt man deutlich das mehr an Walkarbeit
die der Reifen leisten muss. würde ich aber dort den Druck von nominal 2,9 auf unter 2,0 bar absenken,
fühlt sich das schon fast so an als würde ich nen Plattfuß fahren - entsprechend bescheiden ist dann auch die Linie
Zuletzt geändert von Zauberer am 29.09.2017, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: eigenes Zitat entfernt
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Oppa » 29.09.2017, 23:14

Wenn man Rennslicks in diesem Bereich fährt ist das ja ok, denn die sind dafür auch ausgelegt. Die muss man aber auch immer auf Temperatur halten, sonst werden sie unfahrbar, nicht nur wegen dem Gummi, sondern auch wegen der druckabhängigen Geometrie und dem Form- und Walkverhalten.
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon ZiemlichZügigerRacer » 30.09.2017, 09:06

Hi,

Mein Tipp: Kauf die eine zzr 1100... Selbst wenn du mit großem Aufwand bei der 600er noch 10 Ps auskitzeln kannst, hast du dadurch immer noch nur 600ccm Hubraum. Die Leistung musst du dann durch höhere Drehzahlen steigern. Und wer weiß schon, wie lange der Motor das mitmacht ? Die Getriebe fallen bei den ZZRs ja schon ohne viel Gas zu geben auseinander :D Und unten rum geht auch nicht die Post ab. Bei der ZZR 1100 kannst du bei fast jeder Drehzahl und in jedem Gang einfach Gas geben und das Ding geht zieht.

Falls du dir eine ZZR 1100 holst:
Am besten ein D-Modell mit neuerem Baujahr. Die Ölversorgung des dritten Zylinders wurde verbessert, die Zahnräder im Getriebe wurden hinterschliffen, verändertes RamAir, andere Airbox, Tankanzeige, andere Optik...

oxtorner hat geschrieben:
sven.pfinztal hat geschrieben:
sven.pfinztal hat geschrieben: Zum Beispiel die einer ZZR 1100!

Den schon garnicht. Wenn schon, dann wegen mehr Leistung, nicht weniger.
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Wie meinst du das ?

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon oxtorner » 30.09.2017, 14:10

ZiemlichZügigerRacer hat geschrieben:Hi,

Mein Tipp: Kauf die eine zzr 1100...

Und ? Dann habe ich... eine ZZR1100!
Dass es Spaß macht, eine 600ter mit den entsprechenden Drehzahlen zu fahren, erschliesst sich Dir nicht?

ZiemlichZügigerRacer hat geschrieben:
oxtorner hat geschrieben:
sven.pfinztal hat geschrieben:

Den schon garnicht. Wenn schon, dann wegen mehr Leistung, nicht weniger.
oxtorner


Wie meinst du das ?

Genau so, wie ich es geschrieben habe. Sollte sich eigentlich von selbst verstehen, dass ein 1100ter Vergaser an einer 600ter nicht funktionieren kann, ohne den Zylinderkopf der 600 umzubauen.

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon funky » 30.09.2017, 23:30

Moinsen.
Also zuerst ging es um Vergaserumbau an einer 600 er wegen Leistungssteigerung. Dann gabs Infos über Machbarkeit und Kosten und Zeitaufwand. Ich selber finde die Idee mit dem Vergaserumbau für die Katz, schon mal alleine wegen der Maße, aber egal, macht ja eh jeder wie er will. Dann ein kurzer Hinweis wegen des Luftdrucks... Und dann der Hinweis mit der 1100 er. Da möchte ich auch was dazu schreiben.
Jeder Hubraum hat sein Reiz. Wenig Hubraum mit viel Drehzahl mach auch ordentlich Bums, selbst bei einem Mop aus dem vergangenem Jahrtausend. Noch mehr Spass macht ne 600 er die 20 Jahre später auf die Menschheit losgelassen wurde. Nicht alleine wegen der 3000 Umdrehungen und 30 ps mehr. Die Federung, Bremsen und Handlichkeit sind auch enorm gestiegen.
Und ich habe auch nicht sonderlich viel Erfahrung was Mopeds angeht. ABER, die 900 er (ZX9R EF) die ich gerade fahre, macht es mir eigentlich alles viel einfacher. Sie wiegt nicht mehr als die ZZR 600, die braucht !weniger! Sprit, hat mehr Bums, lässt sich Schaltfaul fahren, Windschutz ist ok, Versicherungkosten ebenso.
Also, 600 ist nicht das einzig wahre ,)
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Oppa » 01.10.2017, 10:43

:-k :-k :-k
nun ja, die 600er ZZR ist mit Sicherheit nicht das Maß der Dinge, aber mit der 9er ~4,5 Liter auf 100km? Glaube ich nun nicht. Komme mit der Zette bei Gruppentouren auf 4,8 Liter, wenn ich alleine fahre sind's schon mal bis 5,2 Liter. Lediglich auf der Renne läuft deutlich mehr durch, aber das ist wohl ein anderes Geschäft. Mit meiner 10er liege ich (trotz neuer Einspritztechnik) deutlich über dem Verbrauch der 600er, auch im gemäßigten "Rollbetrieb".

Und handlicher? Zumindest die Schräglagenfreiheit ist bei meiner 10er deutlich größer. Durch den hohen Schwerpunkt und den schmaleren Hinterradreifen braucht man bei der Zette aber auch deutlich weniger Schräglage bei gleichem Kurvenspeed. Und als ich die 10er zum ersten Mal probegefahren bin, hat mich der deutliche Druck, den ich am Lenker zum Einlenken geben musste, schon etwas überrascht. Ok, bei 'ner neuen 6er ist das wieder etwas weniger. Aber auch die hat einen breiteren Reifen und einen niedrigeren Schwerpunkt. Und das ist nicht Glaube, das ist Physik. Und mit dem Vorlauf und den Federlementen spielen kann ich auch bei der Zette. ;) Das macht zwar nicht das hohe Gewicht und die alte Technik wett, aber mit der Zette fahre zumindest ich keine Rennen.

Mein persönliches Fazit nach der Diskussion hier und vor Allem nach den mal wieder sehr einleuchtenden Darstellungen von Oxi ;) ist, wie bei vielen anderen Sachen auch: "never change a running system". Ok, ohne "Trial and Error" auch kein Fortschritt, aber bei 'nem ollen 600er Eisenschwein? Dann lieber die Zeit damit verbringen, mit Gepäck und ordentlich Strecke vor der Nase auf der Zette gemütlich-sportlich um die Ecken swingen. Und wenn's mal juckt, ist sie auch für ein paar schnelle Kurven gut.

Was mich schon immer an der Zette gereizt hat, ist das breite Einsatzfeld. Man kann mit ihr sportlich (meine nicht rennmäßig) und man kann mit ihr lange. Und letzteres mit mehr als einer Zahnbürste auf dem Sitzbrötchen.

:D
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon ukofumo » 01.10.2017, 21:35

Oppa hat geschrieben:aber mit der 9er ~4,5 Liter auf 100km? Glaube ich nun nicht.

ich hab ne 9R von 98 (900C) und ich kann dir versichern das geht!
bei in etwa gleicher Fahrweise liegen meine kleine Zette und meine dicke 9er Verbrauchstechnisch quasi gleichauf.
rechne ich das auf die Fahrleistung und auf's Leistungsgewicht hoch - ist die 9er sparsamer.
Gruß Uwe
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Raptor-Flyer » 02.10.2017, 15:46

ukofumo hat geschrieben:
Oppa hat geschrieben:aber mit der 9er ~4,5 Liter auf 100km? Glaube ich nun nicht.

ich hab ne 9R von 98 (900C) und ich kann dir versichern das geht!
bei in etwa gleicher Fahrweise liegen meine kleine Zette und meine dicke 9er Verbrauchstechnisch quasi gleichauf.
rechne ich das auf die Fahrleistung und auf's Leistungsgewicht hoch - ist die 9er sparsamer.

Da frag ich mich echt wie du das machst? Ich fahr die 600er und 9er regelmäßig für die gleiche Tour abwechselnd. Gleiche fahrweise, 6. Gang und 130, verbraucht die Zette etwa 6l/100km und die 9er gute 7-8l/100km...
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon funky » 02.10.2017, 21:32

Wenn die Strecke und die Fahrweise dieselbe ist, dann würde ich glatt behaupten, dass die 9 er sich über eine Wartung freuen würde. Die ZZR übrigens auch, alles über 5,5 l ist bei Deinem Fahrprofil unnötig.
Bild

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon ukofumo » 03.10.2017, 02:18

Raptor-Flyer hat geschrieben:Da frag ich mich echt wie du das machst?
na, du kmmst doch aus'm Pott - Bummeltour durchs Ruhrgebiet runter zu Haus Scheppen mit einer 250er Virago in der Gruppe... und du wirst staunen wie sparsam die 9R doch sein kann - und dabei hat ich sogar noch ne Sozia dabei...

Raptor-Flyer hat geschrieben:Gleiche fahrweise
halt ich fürn Gerücht...
Da wo ich bei der 9R einfach am Kabel ziehe um mal eben ne "lahme Dose" zu überholen...
muss ich bei der Zette da aber schon ein wenn nicht sogar zwei Gänge runter schalten...
bisweilen lasse ich mit der Zette solch Überholvorgänge aber auch gleich bleiben...
Um da bei der Zette in etwa die "gleiche Fahrleistung" wie bei der 9R zu erreichen geht das nur über Drehzahl.
Heißt für meinen Teil das ich die Zette mit deutlich mehr Drehzahl fahre als die 9R.
(und deine Zette hat ja sogar nochmal 50 PS weniger - wenn ich deine Signatur richtig deute)

Raptor-Flyer hat geschrieben:verbraucht die Zette etwa 6l/100km und die 9er gute 7-8l/100km...
siehe oben...
ok, das deine Zette 6 Liter haben will - ergibt sich aus dem Wunsch die "gleichen Fahrleistungen" zu erreichen - insoweit das mit mehr als 90PS wenger überhaupt möglich ist - wie oben schon festgestellt geht das nur über Drehzahl
und das kostet halt Sprit...
oder aber du fährst die 9R im "Blümchenpflücker-Modus" um sie auf die "Fahrleistung der Zette herunter zu brechen...
dann dürfte die 9R aber keine 7-8 Liter Saufen

funky hat geschrieben:dann würde ich glatt behaupten, dass die 9 er sich über eine Wartung freuen würde
dem kann ich nur beipflichten. 7-8 Liter bei normaler Fahrweise sind deutlich zuviel - es sei denn du bewegst die 9R immer mit Drehzahlen im 10.000er Bereich - was dann aber im Wiederspruch zu deiner Aussage der "gleichen Fahrweise" stehen würde...

Im direkten Vergleich - Tour mit Kumpel auf einer 9R (EE - BJ2000) und ich mit der Zette hinter her...
also gleiche Wegstrecke - und in etwa gleiche Fahrleistungen - wobei ich sicherlich das ein oder andere mal
etwas mehr am Kabel gezogen habe um z.B. nach Kreuzungen wieder zügig auf zu schließen.
Überwiegend Niederrheinische Landstraße - zügige aber dennoch StVo-Konform (meistens zumindest)
Bei der Tour hat die Zette etwa 5,6 Liter gebraucht - die 9R etwa 5,8 Liter...
Gruß Uwe
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Oppa » 05.10.2017, 08:06

Solche Vergleiche können immer nur tendenziell sein. Von Fahrer zu Fahrer und Maschine zu Maschine ist da immer Luft nach unten oder oben. Wenn ich mich mit meinen 65kg netto und schmaler Brust auf der Zette ohne Tankrucksack zusammenfalte und nur in den oberen Gängen rumgurke, schluckt meine - wenn gut eingestellt und Lager alle schön geschmiert - vermutlich auch gg. 4,5 Liter. Viel macht aber auch das Ein- und regelmäßige Warmfahren aus. Möchte behaupten, über mehrere Jahre Tankvergleich hinweg, dass meine 97er (neu gekauft und selbst eingefahren) weniger gebraucht hat als die aktuelle 05er trotz "Schubabschaltung". Wenn da Schwarzenegger draufsäße, sähe es an der Zapfsäule bestimmt noch grasser aus! ;)
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon JediKnight » 17.10.2017, 16:28

Mich würde ein Vergaserumbau interessieren, weil ich keine vernünftig Einstellung am Originalvergaser finde.
Eine Einspritzanlage die 100 PS und nicht weniger Drehmoment untenrum als bisher, liefert wäre perfekt.

Gebe ich bei 50 km/h im 4 oder 5 Gang (3000 U/min oder so) kräftig Gas, lande ich oft in einem kleinen Vergaserloch. Das ist echt kacke, wenn ein schneller Zwischenspurt benötigt wird. Auf der anderen Seite hat das Motorrad ein entnervendes Schieberuckeln bei niedrigen Geschwindigkeiten.
Drehe ich die Leerlaufgemischschrauben etwas weiter auf, geht das Ruckeln weg, das Vergaserloch wird größer. Drehe ich die Schrauben etwas zu nimmt der Motor besser Gas an, das Ruckeln wird aber stärker. Im Moment habe ich einen Kompromiss mit 2 Umdrehungen.
Und ja, ansonsten ist der Vergaser perfekt. Alle Dichtungen, Schwimmernadeln neu, sauber synchronisiert und innen alles blitzblank.

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Mr. Stanley » 17.10.2017, 18:12

Als 11er Fahrer habe ich es einmal auf der Landstraße geschafft auf 4,2 Liter zukommen
Ansonsten ist kaum was unter 6,5 Liter zu machen.

Spiele auch mit dem Gedanken die 11er zu ergänzen, entweder mit WISECO und Kopf Überarbeitung oder ein komplettes ZX10R Triebwerk sammt Elektrik, Bremsen, Räder etc. also komplett bis auf Rahmen.
Hat den Vorteil das alles zusammen läuft und der Leistungsgewinn ist spürbar.
"Ich wusste nicht, dass man Liebeskugeln langsam rauszieht und habe meine Freundin wie eine Motorsäge gestartet."
(Matthias, 24)

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Oppa » 17.10.2017, 23:11

Mit 'nem 10er-Motor brauchste aber keine 5 Liter mehr anpeilen! ;)
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Mr. Stanley » 17.10.2017, 23:23

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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon oxtorner » 18.10.2017, 14:21

JediKnight hat geschrieben:Mich würde ein Vergaserumbau interessieren, weil ich keine vernünftig Einstellung am Originalvergaser finde.

Versteh ich das richtig: Du kannst Deinen vorhandenen Vergaser nicht richtig einstellen, bzw. nicht feststellen, was da nicht stimmt?

JediKnight hat geschrieben:Eine Einspritzanlage die 100 PS und nicht weniger Drehmoment untenrum als bisher, liefert wäre perfekt.

Das macht jede Einspritzanlage! Wenn Du nicht gerade eine Mechanische einbauen willst, dann mußt Du doch nur die Programmierung entsprechend vornehmen.

JediKnight hat geschrieben:Gebe ich bei 50 km/h im 4 oder 5 Gang (3000 U/min oder so) kräftig Gas, lande ich oft in einem kleinen Vergaserloch. Das ist echt kacke, wenn ein schneller Zwischenspurt benötigt wird.

_DAS_ allerdings ist jetzt schon ein wenig tricky! Was Du hast, ist ein kleiner 600 ccm Vierzylinder, der seine Leistung aus hohen Drehzahlen holt. Damit sind automatisch grosse Überschneidungszeiten bei Ein- und Auslass vorhanden. Der Motor arbeitet also nur als Strömmungsmaschine effizent. Auch wenn bei 3000 U/min bereits Strömungsmechnismen eine Rolle spielen, ist der Ansaugtrakt nicht dafür ausgelegt, dort eine plötzliche Öffnung der Drosselklappen in Umdrehungen umzusetzen. Du musst also dafür sorgen, dass die Strömung nicht zusammenbricht und gleichzeitig die größere Luftmenge mit genau der richtigen Spritmenge versorgt wird. Für meine Begriffe geht das nur mit elektrisch gesteuerten Drosselklappen und einer für jeden Zylinder gesondert berechneten Einspritz- und Zündvorgang. Kostet teuer! Sehr schnelle Drucksensoren für den Einlass und sehr schnelle Lambdasonden auch noch in winzig bekommst Du nicht bei beim Onlinehöker! Dann mußt Du eigentlich nur noch die Startkennfelder erzeugen, die Du brauchst, damit der Motor überhaupt läuft. Lambda und Druckverlauf sowie Einspritzmengen mitschneiden und die Kennfelder anpassen. Fertig.

JediKnight hat geschrieben:Auf der anderen Seite hat das Motorrad ein entnervendes Schieberuckeln bei niedrigen Geschwindigkeiten.
Drehe ich die Leerlaufgemischschrauben etwas weiter auf, geht das Ruckeln weg, das Vergaserloch wird größer. Drehe ich die Schrauben etwas zu nimmt der Motor besser Gas an, das Ruckeln wird aber stärker. Im Moment habe ich einen Kompromiss mit 2 Umdrehungen.

Du spielst damit nur am Übergang zwischen Ansaug- und Strömmungsmaschine rum. Du wirst meiner Meinung nach nicht erreichen können, dass Du in einem hohen Gang und niedrigen Drehzahlen das Gas aufreissen kannst ohne dass Du ein "Vergaserloch" hast. Im Vergaser gibt es mechanische Teile, die nicht verzögerungsfrei auf die beim Aufreissen stark veränderten Strömungsverhältnisse reagieren können. Ohne Garantie: Vielleicht helfen leichtere Schieber und weichere Membranen. Ausserdem solltest Du über eine Beschleunigerpumpe nachdenken. Was dabei auf jeden Fall passiert, ist, dass Du die Höchstdrehzahl nicht mehr erreichst. Also im Grunde Leistungsverlust. Wahrscheinlich mußt Du aber auf der Ansaugseite kleinere Querschnitte vorsehen. Nicht nur einen kleineren Vergaserquerschnitt, sondern auch kleinere Ansaugquerschnitte und kleinere Ventile.
Warum man das alles allerdings machen sollte, erschliesst sich mir nicht! Ich verstehe, wenn man einen hochdrehenden kleinen Motor noch schneller drehen lassen will. Da schmeiss ich ggf. auch mal eine Menge Geld rein, Zeit und andere Ressourcen. Aber einen solchen Motor auf ein hohes Drehmoment bei geringen Drehzahlen umzubauen, kostet viel Geld und Zeit. Selbst mit einer hochspezialisierten Einspritzanlage mit Komponenten an der Grenze des technisch machbaren ist es sehr schwierig. Und es bringt eigentlich gar nichts. Leichter wäre, einen neuen Kopf zu bauen. Billiger wahrscheinlich auch. Oder man baut neue Nockenwellen mit geringeren Überschneidungen.

Zugelassen bekommst man sowas aber nicht! Mit einem neuen Motor gelten für eine Zulassung die heutigen Abgasvorschriften. Also ein Abgasgutachten. Teuer!

JediKnight hat geschrieben:Und ja, ansonsten ist der Vergaser perfekt. Alle Dichtungen, Schwimmernadeln neu, sauber synchronisiert und innen alles blitzblank.

Woher weisst Du das? Allein Düsennadel und Nadeldüse auf Verschleiss zu messen ist reichlich hektisch! Es gibt für den ZZR Vergaser nämlich keine Daten über Konizität dieses Düsenpaares. Über die Elastizität der Membranen findest Du auch nichts, gar nichts. Nur weil Dichtungen neu sind oder Schwimmernadeln heisst das über den Vergaser gar nichts. Eine (!) zugewachsene Leerlaufdüse und schon stimmt das Gemisch für einen Zylinder innerhalb eines bestimmten Drehzahlbereiches nicht mehr. Gehen eigentlich die Schieber ganz gleichmässig über den gesamten Drehzahlbereich auf? Schon mal gemessen?

Bevor ich darüber sinieren würde, wie ich bei 3000 U/min im Fünften das Gas aufreissen können kann, ohne dabei den Motor zum Verschlucken zu bringen, würde ich erstmal darüber nachdenken, ob der Motor das in der vorgesehenen Konfigurations überhaupt kann.
Hth
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Re: Vergaser umbauen!?

Beitragvon Kay » 18.10.2017, 16:41

Irgendwie hab ich bei dir das Gefühl du hast dir das falsche Moped gekauft [-(
Wenn ich es richtig im Kopf hab hast ja schon am Vergaserdeckel gefräst um eventuell 2 PS mehr zu bekommen bevor sie überhaupt am Laufen hattest, vielleicht hättest dir lieber ne große ZZR holen sollen :roll:
ZZR 600E Bj. 1999 gekauft August 16 mit 40.012 km
Neues Aufbauprojekt: Cagiva Gran Canyon Bj. 98 mit 30.000 km
Neu in der Garage das nächste Aufbauprojekt: Yamaha FZR 1000 Bj. 91 mit ca. 50.000 km #-o


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