Unterschied normalfett und trockenfilm-Fett?

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Sporttourer
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Beitragvon Sporttourer » 18.08.2006, 21:12

Alle die mit Dry-Lube liebäugeln sollten aber eine Sache noch bedenken. Das Zeugs ist weniger wasser- und regenresistent als gewöhnliches Kettenspray. Wer also nicht nur Schönwetter-Fahrer ist, muß öfter ran an die Kette!

Alle die ihr Mopped pflegen, schmieren die Kette nach einer Regenfahrt auch nach, auch als Öl-Fahrer. Den Nachteil als Dry-Luber kann ich ergo nicht als solchen anerkennen.
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Micha
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Beitragvon Micha » 18.08.2006, 22:51

Deshalb wollte ich mal an das Dry Lube.


Aber vorher die Kette richtig reinigen ;)


Muss ich dann das kleine Ritzel auch mit reinigen? Die Kette alleine wird ja dann nicht reichen oder?
Auf den Ritzeln ist ja das alte Fett auch noch.
verträgt sich das Teflon und das andere Fett nicht miteinander?
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Beitragvon Sporttourer » 19.08.2006, 07:58

Ich denke mal, alle die mit Dy-Lube fahren, machen das damit die Karre nicht immer versifft, besonders die Felge und der Bereich am vorderen Ritzel. Dort sammelt sich unterhalb immer jede Menge Ölschlamm an und saut den Ständer und den Ständerschutzschalter ein.
Daher ist es doch eigentlich klar, dass man vor dem Umstieg auf Dry-Lube erstmal die verschmtzten Bereiche säubert.
Also ruhig mal Hinterrad raus und die Ritzelabdeckung vorne (4 Schrauben) abnehmen.
Auch der Kettenschleifer (Plastikteil auf der Schwinge) ist in der Regel völlig verschmiert. Wenn man den z.B.nicht reinigt, holt sich die Kette trotz Dry-Lube ja ewig noch weiter den alten Dreck wieder.
Grundsätzlich stimmt es,was hier gesagt wird - der Schmiereffekt ist bei Teflon-Spray etwas kurzfristiger als bei Kettenöl, es gibt also eigentlich keinen anderen plausibleren Grund auf das teurere Dry-Lube zu wechseln als den Sauberkeitseffekt (jedenfalls fällt mir keiner ein :D )

Der volle Effekt von Dry-Lube setzt ergo erst ein, wenn alle betroffenen Teile ordentlich!! gereinigt worden sind ;)
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Beitragvon Roadrunner » 19.08.2006, 08:23

So ist das ! Es sollte alles " Fettfrei " sein bevor man Dry Lub verwendet ! Das Tephlon zeugs kann erst wirken wenn es Direkt auf´s Material kommt ! ist noch ein Fettfilm drauf , kann es keinen Gleitfilm aufbauen !

Auch mit Dry Lub sammelt sich im Lauf der Zeit etwas schmutz unter der Ritzelabdeckung an ! Das mache ich dann im Winter immer sauber ! :D

Ein weiterer grund als Sauberkeit ist noch das sich der reibungswiederstand verkleinern soll ! ;) Dadurch längere Lebensdauer der Kette sowie weniger Leistungsverluste ! :D
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Beitragvon euer » 19.08.2006, 11:29

Hmm, ich werde vermutlich im Winter zu einem Kettenöler wechseln ( www.mccoi.de ).
Dann hab ich alle Vorteile. Billiges Öl und saubere Schwinge/Felge :lol:
Hier könnt ihr meine Kleine kaufen:

http://www.miko.yourweb.de/phpBB2/viewt ... 2538#32538

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Beitragvon Sporttourer » 19.08.2006, 11:37

Das glaube ich erst, wenn ichs sehe.
Dem Öl, was auf die Felge geschleudert wird ist doch egal wo es herkommt, ob aus der Dose oder dem Oiler :?
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Beitragvon euer » 19.08.2006, 11:41

Hmm aus der Dose kommt Fett, was wesentlich fieser auf der Felge haftet als Öl. Öl kannst du mit normalen Moppedreiniger eigentlich wieder so abwaschen.
Hier könnt ihr meine Kleine kaufen:



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Beitragvon Sporttourer » 19.08.2006, 11:48

Klingt logisch, aber die Verschmutzungen und Verklumpungen, die rund um diesen Bereich entstehen kommen ja daher, dass der Straßenschmutz an der Kette bzw. dem Öl haften bleibt, was bei Teflon nicht der Fall ist.

Ich gebe aber zu, derjenige der viel und lange fährt, braucht sich nie sorgen, dass die Kette trocken läuft.
Mir persönlich ist die Optik (rote Felgen) wichtig, da sprüh ich lieber einmal mehr. :)
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Beitragvon Comtex » 21.08.2006, 19:34

Muß man eigentlich keine Angst haben das das Öl aus dem Oiler auch mal auf den Reifen kommt?Das könnte doch ne rutschige Angelegenheit werden...Öl ist ja nun mal wesentlich dünnflüßiger als Fett!!!

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Beitragvon smarti1010 » 22.08.2006, 12:54

Muß man eigentlich keine Angst haben das das Öl aus dem Oiler auch mal auf den Reifen kommt?Das könnte doch ne rutschige Angelegenheit werden...Öl ist ja nun mal wesentlich dünnflüßiger als Fett!!!




Nö wenn die Durchflußmenge richtig eigestellt ist kommt nichts auf den Reifen.... es sind ja nur wenige Tropfen pro X Kettenumdrehung. Das ist auf jeden Fall minimal..... Und im Stand sollte der Öler wegen des fehlenden Unterdrucks den Durchluß unterbinden.


Zauberer Du hast natürlich Recht.


Eintag habe ich nachträglich angepasst (edit)
Zuletzt geändert von smarti1010 am 22.08.2006, 14:01, insgesamt 2-mal geändert.
Viele sonnige Grüße von der schönen Nordseeküste.


D-Modell Bj 91 mit gerade mal 24.000 Km auf der Uhr

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Beitragvon Zauberer » 22.08.2006, 13:41

Nö wenn die Durchflußmenge richtig eigestellt ist kommt nichts auf den Reifen.... es sind ja nur wenige Tropfen pro Kettenumdrehung. Und im Stand sollte der Öler wegen des fehlenden Unterdrucks den Durchluß unterbinden.

Wenige Tropfen pro Kettenumdrehung? Das hört sich für mich viel an :shock:
Wenige Tropfen pro 100 Kettenumdrehungen vielleicht.

Na, wer rechnet, wieviel Kettenumdrehungen sind es pro Kilometer?
der Zauberer
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Beitragvon Comtex » 22.08.2006, 14:22

Na, wer rechnet, wieviel Kettenumdrehungen sind es pro Kilometer?

Wäre das nicht etwas für unseren Hägar :D :?:

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Beitragvon Hägar » 22.08.2006, 18:59

Wäre das nicht etwas für unseren Hägar ?

Klar doch ;) geht ganz fix :D !

Das Hinterrad hat einen Umfang von etwa 2m. Pro Kilometer macht es also etwa 500 Umdrehungen.

Beim E-Modell hat das hintere Kettenrad 48 Zähne, die ebenfalls 500 Umdrehungen pro Kilometer machen. Die Kette hat 112 Glieder.

48 Zähne geteilt durch 112 Glieder mal 500 Umdrehungen des Hinterrades macht insgesamt etwa 214 Durchläufe der Kette pro Kilometer. Reicht das als Antwort? ;) :D
D-Modell aus '90, 60Tkm, E-Motor (nein, kein Elektromotor :-))

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Beitragvon Zauberer » 22.08.2006, 19:18

Das reicht. Ein typischer und exakter Hägar :)

Jetzt müssen wir noch wissen, wieviele Tropfen 100 ml sind.
Sagen wir mal, 5000 Tropfen sind 100 ml.

Dazu die Aussage ein paar Tropfen (min. 2) pro Kettenumdrehung.

Überschlag: 5000 / 2 / 250 = 10 km = 10 ml/km

Jetzt kommen die Erfahrungen der Oiler Besitzer dazu. Wie hoch ist denn der Verbrauch?
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Beitragvon Roadrunner » 22.08.2006, 20:59

Das Hinterrad hat einen Umfang von etwa 2m. Pro Kilometer macht es also etwa 500 Umdrehungen.


Meins dreht öfter´s ! :D :lol: :lol: :lol: :lol: Fährst Du nur mit Halbgas ! :shock: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Comtex » 23.08.2006, 07:50

Das Hinterrad hat einen Umfang von etwa 2m. Pro Kilometer macht es also etwa 500 Umdrehungen.

Beim E-Modell hat das hintere Kettenrad 48 Zähne, die ebenfalls 500 Umdrehungen pro Kilometer machen. Die Kette hat 112 Glieder.

48 Zähne geteilt durch 112 Glieder mal 500 Umdrehungen des Hinterrades macht insgesamt etwa 214 Durchläufe der Kette pro Kilometer. Reicht das als Antwort? ;) :D


@Hägar,du bist und bleibst der Super-Hägar =D> =D> =D> :hello2 :hello :headbang :glasses9

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Beitragvon Sporttourer » 23.08.2006, 10:51

ein paar Tropfen (min. 2) pro Kettenumdrehung

Das kommt mir extrem viel vor.

Bei 60Km/h legt man pro Minute 1Km zurück, die Kette durchlebt nach Hägars Berechnungen ca 214 Umläufe in dieser Zeit.

60Sekunden : 214 Umläufe = 0,28 Sekunden pro Umlauf

D.h., in 1 Sekunde stehen ca 3,5 Umläufe der Kette an.

Bei 2 Tropfen pro Umlauf aus dem Oiler wären das also 7Tropfen/Sek.

Da kann man schon nicht mehr von Tropfen , sondern von einem Fluss reden (erst recht bei z.B. 140kmh = 14 Tropfen/Sek).

Ich weiß nicht, wieviel der Scottoiler speichert, es wäre aber übelst schnell verbraucht.

Die Durchflussmenge muß daher wesentlich niedrieger sein :)
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Beitragvon Hägar » 23.08.2006, 11:23

Aus der Scottoiler-Betriebsanleitung:

Beachten Sie, dass Witterungsbedingungen (Hitze oder Kälte) die Fließrate beeinflussen. Bei
warmem, trockenem Wetter sind 1-2 Tropfen per Minute völlig ausreichend. Diese Dosierung
bewirkt unter diesen Bedingungen eine optimale Schmierung der Kette und erhöht die
Lebensdauer, ohne eine Verschmutzung des Rads zu verursachen. Es empfiehlt sich, die
Fließrate bei Regen oder Frost zu erhöhen.


Die eingestellte Fließmenge ist nicht geschwindigkeitsabhängig. Das Gerät kennt nur "Ein" oder "Aus". Bei "Ein" (Motor läuft und erzeugt den Steuerunterdruck) tropft halt die voreingestellte Menge pro Zeiteinheit heraus. Völlig unabhängig davon, wie schnell man fährt, bzw. wieviele Kettendurchläufe stattfinden.
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Beitragvon Sporttourer » 24.08.2006, 11:44

Toll, jetzt wo wir alle gerechnet haben wie die Blöden, kramst du das alles klärende Zitat raus :D :D :D :D


Nebenbei:War gestern bei Louis und der Verkäufer hat gesagt, "Wir raten ja generell von Teflon-Spray für Motorräder ab".
Hab das mal so stehen gelassen, weil ich keinen Bock auf ne ellenlange Diskussion hatte :lol: :lol: :lol:
Außerdem hab ich es ja erst neu drauf und kanns noch gar nicht beurteilen, nur eins: Meine Kette ist def. nicht lauter geworden.
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Beitragvon euer@work » 24.08.2006, 13:57

Mir wurde auch beim Louis zum Castrolkettenreiniger geraten und nicht zum S100, weil der angeblich besser sein soll :roll:
Das muss man selber rausfinden, was das Beste für einen ist (ich hab den S100 genommen :badgrin: )

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Beitragvon Hägar » 28.08.2006, 11:15

Gehört das nicht eigentlich in den Bereich "Fahrwerk"
ZX, Du hattest doch recht ;) !!! Hab vorhin diesen thread gesucht und nicht gleich gefunden. Tatsächlich wirds einfacher, wenn auch dieser thread im Fahrwerksbereich steht. Also habe ich ihn dorthin verschoben.
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