Schalthebel liegt unten

Rund um den Motor der ZZR 600
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Locke
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Schalthebel liegt unten

Beitragvon Locke » 14.08.2008, 21:23

Hi,

ich könnte echt platzen. Nachdem ich nun innerhalb von einem Tag meinen neuen Reifen bekommmen habe damit ich am WE in den Harz fahren kann, ist mir bei der Probefahrt folgendes paariert:

Bei normaler fahrt, ohne das etwas geknallt hätte oder geruckelt hätte oder sich igendwie bemerkbar gemacht hätte, bleibt meine Schalthebel, nach dem runter Schalten unten liegen, obwohl das Getriebe den Gang ganz normal angenommen hat. Ziehe ich ihn mit dem Fuß in die mittelere Prosition, bleibt er da ganz normal und ich kann wieder einen Gang runterschalten. Also schalten kann ich sonst normal.

Mache ich zum Beispiel den Leerlauf rein, dann ist es so daß ich nicht nur die Üblichen 3 mm den Schalthebel bewegen kann, sondern ich kan Ihn von der mittleren Position ohne Wiederstand nach ganz unten Bewegen und wieder zurück. Vom Gefühl her würde ich sagen, daß eine Rückholfeder oder ähnliches den Dienst Quittiert hat. :evil:

Das Wochenende ist gelaufen. Und wenn ich von euch jetzt zu hören bekomme, daß ich von oben mich nach ganz unten ins Getriebe Vorarbeiten muß, versenke ich das Ding glaube ich in der Weser.

Gruß Locke
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Beitragvon florian.kramer » 14.08.2008, 21:45

LINK
Der hier hatte ein ähnliches Problem wie du...
Glaub schon dass du den ganzen Motor auseinander nehmen musst...

Keine gute Woche für dich :( :( :( :(

mfg
flo
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Männersachen Einfach nur geil die Teile!!!
Style Concepts Einfach in die Gallerie schauen!!!
Bild

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Beitragvon Locke » 15.08.2008, 20:44

Ja, leider hat er sich nicht gemeldet wie es ausgegangen ist.

Und ich wollte nicht gleich damit anfangen den Motor zu zerlegen. Weil da kann eigentlich nur diese blöde Rückholer Feder kaputt sein.


So es gibt neuigkeiten. Da des Rätsels Lösung so einfach ist und scheinbar keiner die Antwort wußte, werde ich sie mal Kundtun.

Wenn mann das Öl ablässt und den Kupplungsdeckel abschraubt, wird man feststellen das links, unter dem Kupplungskorb die Schaltstange wieder zu Tage tritt. Auf dieser sitzt eine Hülse mit einer Feder mit 2 Schenkeln die von einem Sprengring gehalten wird. Der eine Schenkel war halt weggebogen und weich wodurch hochschalten möglich war und runterschalten nicht mehr. Als ich sie in der Hand hatte ist der Schenkel komplett abgebrochen. Die Feder sieht aus als wenn sie aus so hochwertigem Material wie Messing ist. :evil:

Also denke ich mal morgen neue Feder bestellen und übermorgen einbauen. Neues Öl drauf und Sache hat sich erledigt.

Gruß Locke
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Beitragvon sanplis » 17.08.2008, 21:44

So ist es richtig Locke: Nie unterkriegen lassen!!
Super zu hören, dass Du nach den Rückschlägen ein wenig Glück bekommst.

Bin echt stolz auf Dich
sanplis :)
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Beitragvon Caspar » 18.08.2008, 05:20

Locke dann mach Bitte ein paar Bilder,damit man jetzt auch mal Sehen kann was wo im Arsch war oder ist ;) Denke es ist gut wenn man es mal zeigen kann, was genau Kaputt gegangen ist. Ich hab es auch noch nie von innen gesehen und würde es gerne einmal sehen ;)
Wecke nur dann den Drachen,wenn du ihn besiegen kannst.
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Beitragvon THOR » 18.08.2008, 11:41

Locke dann mach Bitte ein paar Bilder,damit man jetzt auch mal Sehen kann was wo im Arsch war oder ist ;) Denke es ist gut wenn man es mal zeigen kann, was genau Kaputt gegangen ist. Ich hab es auch noch nie von innen gesehen und würde es gerne einmal sehen ;)


Erst mal Glückwunsch das es nicht komplizierter war ;)

Ja will auch von innen sehen... man(n) kann nie genug lernen :D

Weiterhin viel Glück und schöne Grüße aus dem Bergischen Land, Taner
Wenn man rechts dreht, wird die Landschaft schneller.

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Beitragvon emil » 18.08.2008, 11:55

Hallo Locke,

will ja nicht alles wiederholen, aber ein paar Bilder von dem Schaden würden auch mich interessieren. Kann ja schliesslich jedem mal passieren...

Emil
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Beitragvon Locke » 18.08.2008, 18:25

Hallo,

wenn ich die Feder habe werde ich ein paar Bilder beim Einbau machen.

Aber das kann noch zwei Tage dauern, weil unsere Kawasaki Händler ist nícht der schnellste.

Bis dann.


Edit:

Habe mich entschlossen gleich mal ein Diagramm ein zu fügen.

Diese Diagramme ähnlich denen aus dem Reparaturhandbuch findet man auf der seite Kawasaki.com. Kleiner Link dazu

Kawasaki Teile

Aber diese Angabe ist ohne Gewähr, da die ZZR 6000 ja in den USA kleine Unterschiede hat und ich nicht weiß ob es 100 % die gleiche ist.

Aber vieleicht kann jemand der sich sehr gut auskennt mal raussuchen welches die richtige Maschine ist und den Link in einen anderen Thread stellen.
Weil soweit ich weiß sind das die Original Kawa Bestellnummern.


So hier das Bild, die kleine eingekreiste Feder war der Übeltäter.




Bild
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Beitragvon silverblack » 18.08.2008, 22:19

Hallo Locke,

kriegt man auf diesem Weg auch die Schaltwelle raus um den Simmerring zu erneuern? Das würde meine Undichtigkeit am Motor gleich in besseres Licht rücken :)

Gruß
Silverblack
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Beitragvon Locke » 19.08.2008, 08:44

Hi,

ob du die Schaltstange rausbekommst ohne zu zerlegen weiß ich nicht.

Theoretisch müßte man sie raus bekommen wenn man den Schalthebel abbaut und auf der Kupplungsseite den Schaltmechanismus. Aber das ist halt nur unwissende Theorie.

Das Werkstatthandbuch ( vielen dank für die freundliche leihgabe Lars :D )

sagt, das man den Motor und die Kupplung ausbauen muß und dann das Kurbelgehäuse trennen muß.

Ich würde zu meinem Kawadealer gehen und fragen ob man sie rausbekommt auf meine oben genannte Art. Weil wenn ich mir das Bild angucke ist an der Schaltstange ja nur der unter der Kupplung liegende Schaltmechanissmus.

Frage ist auch ob man nach dem Ausbau der Schaltwelle einfach so den Simmering wechseln kann?

Alle Angaben sind ohne Gewähr. 8)


Guß Locke

Die Teile sind da.

So heute habe ich meine Feder bekommen. Und natürlich gleich eingebaut.

Hier ist das Korpus Delicti.

<a href="http://www.bildercache.de/anzeige/20080820-190510-484.jpg" target="_blank"><img></a>

Wie man gut erkennen kann ist die eine Seite gekröpft, das ist die Seite welche zum Kupplungsdeckel weisst.


<a href="http://www.bildercache.de/anzeige/20080820-200113-199.jpg" target="_blank"><img></a>


Leider habe ich vergessen ein Bild zu machen als es fertig war. Aber ich denke ich habe es ganz nett beschrieben.


Gruß Locke
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Beitragvon Zauberer » 21.08.2008, 08:16

Super beschrieben.

Ein sehr wertvoller Beitrag. ;)
der Zauberer
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>>>>> meine Bilder gucken und staunen

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Beitragvon Zuchy » 21.08.2008, 08:40

Und wie groß war der Arbeitsaufwand?
War das nur ein Deckel runter und dann konnte man an alles ran?

Wie lange hast du dafür gebraucht?
*** Gruß Zuchy ***

Auf der Geraden kann jeder schnell sein, in der Kurve scheiden sich die Geister!


ZZR 600 D / Bj. 91 / jetzt über 44.444km

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Beitragvon Caspar » 21.08.2008, 17:38

Ja Super dein Bericht und die Bilder.Dann mal gute fahrt mit der Kleinen ;)
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Beitragvon Locke » 21.08.2008, 18:33

Hallo,

ja die kleine läuft wie geschmiert.

Als erstes, achtet darauf, wenn ihr der Meinung seid im Leerlauf hat die Schaltstange sehr viel Spiel, weil ich möchte gar nicht drüber nachdenken was passiert wäre wenn der eine Federschenkel einmal durch die Kupplung getanzt wäre.

Zeitaufwand: Wenn man weiß woran es liegt:

Auseinanderbau 10 Minuten Öl rauslaufen lassen nicht mitgerechnet
Zusammenbau All Inklusive mit Zweimal Ölstand Kontrollieren 30 Minuten

Kosten:
- Feder 5,99
- Deckeldichtung ca 5 konnte ich ja wiederverwenden, da ich erst die Kupplung gemacht habe
- Öl je nach Marke 20 Bis 60 € oder altes wenn es noch nicht so lange drin war Filtern

PS: Mein Motorrad hat dieses Jahr alle 2500 Kilometer Ölwechsel bekommen. :lol:

Kommt daher:
- Ölwechsel im Frühjahr normal
- neues ÖL nahcdem die Kupplung aufgegeben hat
- neues Öl nach der Feder

Da ich eine No Name Abfüllung von Castrol verwende die ich bei meinem Dorfschrauber in Vollsyntetic bekomme und je nach Wetterlage zwischen
17 und 22 € bezahle nehzme ich gleich immer neues. :lol:


Gruß Locke
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Beitragvon Mad-Dog » 21.08.2008, 18:49

Für den Preis nicht schlecht .. aber
in Vollsyntetic bekomme


:shock: :?

Hoffentlich spielt deine Kupplung auf lange Sicht da mit !

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Beitragvon Locke » 21.08.2008, 18:57

Die Kupplung wäre egal, da ich zwar erst die Beläge gewechselt habe, aber ich muß ca Ende nächster Saison die Kupplung sowieso machen wegen der Stahlscheiben.

Schlimmer wäre es wenn das Getriebe aufgibt.

Aber er verkauft das schon lange und im Baumarkt wo viele Ihr Öl holen weiß ich noch nicht mal ob es eine Abfüllung von einem Markenhersteller ist.

Also no Risk no Fun. :badgrin:
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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon DeadSky » 08.09.2012, 00:38

Ich frage mich gerade ob dies evtl auch mein Problem löst das mein Motorrad sich in hohen Drehzahlen nicht hoch schalten lässt....

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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon mirkomotorrad » 08.09.2012, 09:51

check mal Deine PN´s ;)
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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon Oppa » 08.09.2012, 10:35

DeadSky hat geschrieben:Ich frage mich gerade ob dies evtl auch mein Problem löst das mein Motorrad sich in hohen Drehzahlen nicht hoch schalten lässt....

Das wäre ja dann noch mal die Sache mit dem berühmten "Blauen Auge". Das Einzige, was mit grübeln lässt ist halt die Geschichte mit der Drehzahl, da die Schaltwelle mit ihren Anbauteilen nix mit Drehzahl am Hut hat! :-k
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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon DeadSky » 08.09.2012, 22:13

ich habe meinen thread aktuallisiert und auf die PN geantwortet.

ich brauch eine explosionszeichung vom Motor :( !

Hilfeeeee... es macht so einfach keinen Spaß zu fahren :´(

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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon rate.mal » 09.09.2012, 10:22

Nicht gleich weinen :lol:

KLICK MAL

Kannst dir auch dein Baujahr anpaassen, aber da dürfte es kaum oder garkeine Unterschiede geben.
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uer

Beitragvon Oppa » 09.09.2012, 11:24

Yepp, genau!

Daran kann man auch schön die Funktionszusammenhänge erklären.
Wichtig Bilder:
Reihe 10/Spalte 3 ("Gear change mechanism")
Reihe 10/Spalte 2 ("Gear change drum/shift forks")
Reihe 17/Spalte 3 ("Transmission")

Zuerst Bild R10/S3: da sieht man die Schaltwelle (Teil 13172), an deren ende man zwei Bleche erkennen kann, die Schaltklauen. Diese greifen vermutlich (an der Schaltwalze selbst kann ich keine Mitnehmer erkennen) in dei "Zapfen" des Teils Bild R10/S2 (Teil 13145) ein und drehen dieses bei jedem Schaltvorgang um 1/6 links- oder rechtsrum.

Das Teil 13145 ist wohl mir der Schaltwalze (der dicke "Klumpen" links auf diesem Bild ohne erkennbare Teilenummer) verbunden, wodurch sich diese ebenfalls um 1/6 je Schaltvorgang dreht. In die Schaltwalze sind - leider nicht sehr deutlich erkennbar - 3 Nuten eingefräst, die sich in "wirren" Bahnen rund um die Schaltwalze "schlängeln". Hier greifen die Schaltgabeln mit dem unteren Zapfen ein (Teile 13140). Der Zapfen ist an der oberen der 3 Schaltgabeln unten rechts in der Nähe des "Auges" erkennbar. Die Schaltgabeln sind auf den zugehörigen Wellen (Teile 49047) in Fahrzeugquerrichtung frei verschiebbar und folgen mit ihrem unteren Zapfen den in der Schaltwalze eingefrästen Nuten. Dadurch hat man nach jedem Schaltvorgang eine andere Stellung der 3 Schaltgabeln in Querrichtung zueinander.

Die Schaltgabeln greifen mit ihren Klauen (die Verdickungen an den Enden der oberen Halbkreise) in Führungsnuten bestimmter Zahnräder des Getriebes ein (Bild R17/S3) und verschieben diese ebenfalls auf Ihren Getriebewellen in Querrichtung, wodurch je nach Stellung der Zahnräder zueinander unterschiedliche Konstellationen ergeben, die sogenannten "Gänge" und der Leerlauf nämlich. Einige der Zahnräder sind mit Ihren Wellen fest verbunden, andere sind auf der Welle in Querrichtung verschiebbar aber in Drehrichtung verbunden, andere sind in Drehrichtung frei beweglich. Wie die einzelnen Gänge jetzt geschaltet sind und wie der jeweilige Kraftweg ist, ist hier nicht interessant.

Wichtig ist, dass einzelne Zahnräder mit anderen durch die Schaltgabeln zusammengeführt oder getrennt werden. Beispielsweise schön erkennbar im Bild R17/S3 an den Teilen 13602G und 13602F (etwa Bildmitte). Das linke Zahnrad "G" hat rechts Klauen, die in Aussparungen im rechten Zahnrad "F" einrasten, wenn beide aufeinander geschoben werden. Dadurch entsteht dann der Kraftschluss.

Sind diese Klauen (bei "G") und auch die Kanten der Aussparungen (bei "F") abgenutzt bzw. angeschrägt, rutschen sie beim Schaltvorgang aneinander vorbei und die betroffenen Zahnradpaar können nicht mehr kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Schäden an den Schaltgabeln (abgenutzte Klauden/verbogene Gabeln) führen zu unkorrekten Positionierung der Zahnräder und verhindern damit ebenfalls den Kraftschluss.

Daher meine zuvor geäußerte Vermutung, dass bei niedrigen Drehzahlen die Klauen und Aussparungen der Zahnradpaare noch ausreichend Zeit haben, eine kraftschlüssige Verbindung einzugehen, während das bei höheren Drehzahlen nicht mehr möglich ist.

Das ist natürlich meine ganz persönliche Spekulation zum Thema und vielleicht ist das Problem viel trivialer und mit dem Austausch eines Kleinteiles getan. Einen anderen Reim kann ich mir aber aktuell nicht drauf machen.
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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon Xavista » 09.09.2012, 16:42

Da ich gerade auch das Vergnügen einer gebrochenen Feder hatte, hier mal ein paar Fotos:

Bild
Bild
Bild
Zum Glück ist das abgebrochene Teil bis zum Ausbau an seiner Stelle geblieben.
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Re: uer

Beitragvon DeadSky » 10.09.2012, 15:41

Oppa hat geschrieben:Yepp, genau!

Daran kann man auch schön die Funktionszusammenhänge erklären.
Wichtig Bilder:
Reihe 10/Spalte 3 ("Gear change mechanism")
Reihe 10/Spalte 2 ("Gear change drum/shift forks")
Reihe 17/Spalte 3 ("Transmission")
....


Ich habe noch nie so einen großen Motor gespalten, was meinst du wird es kosten dies in einer Werkstatt tun zu lassen. Ich denke der Motor ist einfach zu schade dafür durch einen anderen ersetzt zu werden da er wenig gelaufen hat. Oder gibt es hier jemanden im Forum der dies als Dienstleistung anbietet?
Zuletzt geändert von Zauberer am 10.09.2012, 16:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat verkleinert

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Re: Schalthebel liegt unten

Beitragvon Oppa » 10.09.2012, 16:59

Dazu kann ich Dir leider gar nichts sagen... mit/ohne Einbau, am besten fragen. Oder Du fährst einfach mal mit dem Moped hin, schilderst Ihnen das Problem, vielleicht ist denen ja genau das mal untergekommen und die wissen genau, woran's liegen kann. Die gehen ja auch auf Herstellerlehrgänge, wo solche Phänomene diskutiert werden.
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