Ferngesteuerte Modellflugzeuge

Für den Alltag ohne ZZR 600
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mib
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Ferngesteuerte Modellflugzeuge

Beitragvon mib » 24.07.2007, 10:46

Moinsen,

um mich auf meine zukünftige Vaterrolle vorzubereiten möchte ich das Thema Ferngesteuerte Modellflugzeuge wieder aufleben lassen (man sucht ja immer nach der passenden Ausrede ;-) ). Warum aufleben? Vor 15 Jahren habe ich mal mein Glück mit dem "Elektro-Uhu" versucht, manche mögen diesen motorisierten Segler noch kennen. Nachteil: nach jeder Bruchlandung (und das kam oft vor!) musste man wieder 10 Stunden basteln (Rumpf und Flügel flicken), bevor man wieder 30 Minuten fliegen konnte. Später kam es dann zu mehreren "Interessenwandeln", nun bin ich aber wieder an dem Punkt angekommen :D
Also, ich suche ein Flugzeug für Einsteiger. Nur Segler erscheinen mir zu langweilig, sollte schon ein Motor (wenn´s geht Elektromotor) drin sein. Wer hat einen Tipp für mich, auf was ich achten sollte? Welches Modell ist zu empfehlen :idea:
Wir haben ja den ein oder anderen Flugzeugbauer in unseren Reihen... ;)

Werde heute Mittag auch mal einen Laden aufsuchen, wäre toll wenn ich mit Vorwissen dort auflaufen kann... 8)

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Hägar
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Beitragvon Hägar » 24.07.2007, 13:51

Nachfolgend will ich mal ein paar Grundsätze aus 30 Jahren Modellfliegerei und knapp zehn Jahren manntragender Fliegerei zusammenfassen:

Vereinfacht ausgedrückt: Fliegen heißt Landen. Kannst Du Landen, kannst Du auch fliegen. So einfach ist das.

Da Du nach Deiner Schilderung offenbar nie über die Kleinholzphase hinausgekommen bist, muß ein Flugzeug her, welches einfach zu landen und dabei mechanisch robust ist.

Hier kommen die oft geschmähten Motorsegler ins Spiel. M.E. gibt es für den erfolgsorientierten Anfänger keine Alternative zum (Elektro-)Motorsegler. Nur solche Konstruktionen sind bei der Landung langsam genug, daß die Kleinholzwahrscheinlichkeit hinreichend gering ist. Der Kern der Überlegung lautet: Finde ein besonders langsames Flugzeug. Damit ist die Suche praktisch ohne Ausnahme auf Motorsegler eingegrenzt.

Das wesentliche Merkmal, anhand dessen man die Geschwindigkeit abschätzen kann, ist die Flächenbelastung. Soll heißen: Gesamtgewicht geteilt durch Flügelfläche. Ein guter und hier angestrebter Wert liegt bei kleiner als 30g/dm².

Wir brauchen also viel Flügelfläche und wenig Gesamtgewicht. Und schon wieder: Hierbei gibt es keine Alternative zum Motorsegler.

Bitte nimm die Mahnung ernst und traue Dich an heißeres Gerät erst dann heran, wenn Du einen Motorsegler sicher landen kannst.

Zur Gewichtsbilanz:
Wenn die ganze Sache elektrisch betrieben werden soll, ist der dickste Brocken der Antriebsakku. Verschiedene Versuche von mir, für meinen Sohn unter Anwendung aller Leichtbaukniffe einen geeigneten Anfänger-Motorsegler an den Start zu bekommen, sind anfänglich an den zu schweren NiCd-Akkus gescheitert. Das Gewicht, damit die Flächenbelastung und in der Folge die Landegeschwindigkeit waren deutlich zu hoch. Jeder Grasbüschel hatte beim Landen fatale Wirkung.

Wenn Du es richtig machen willst, geht kein Weg an den derzeit in Mode gekommenen LiPo-Akkus vorbei. Bei gleicher Kapazität wiegen sie im Vergleich zu NiCd-Akkus etwa nur ein drittel. Damit konnte ich problemlos den Flieger meines Sohnes in anfängertaugliche Form bringen.

Leider sind die Akkus nicht ganz billig. Außerdem brauchen sie spezielle Ladegeräte, die ebenfalls nicht billig sind. Stelle Dir also die Frage, wieviel Du ausgeben möchtest.

Die nächste Position in der Gewichtsbilanz sind die Servos zum Antrieb der Ruder. Auch hier hat sich viel am Leistungsgewicht getan. Neben den hier nicht in Frage kommenden 5g-Servos gibt es Servos mit um die 15g Gewicht, die ordentliche und ausreichende Stellkräfte bei guter Stellpräzision entwickeln. Schau mal nach, was Dein vorhandenes Equipment hergibt.

Soviel zum Grundsätzlichen. Jetzt noch eine konkrete Empfehlung:

Das optimale derzeit auf dem Markt erhältliche (Wieder-)Einsteigermodell ist m.E. der

EasyGlider Electric

von Multiplex. In voller Ausrüstung ist es beim Landen bemerkenswert langsam. Dennoch ist einfacher Kunstflug (Loops, Rollen, Rückenflug) möglich. Damit habe ich jüngst dem Freund meiner Tochter in den Sattel geholfen. Nach zwei Nachmittagen beaufsichtigtem Training kann er es jetzt gänzlich alleine ohne meine Anwesenheit.

Rumpf, Flügel und Leitwerke sind aus Elapor. Sieht nicht so toll aus. Ist aber elastisch und nahezu unkaputtbar. Flicken ist nur im Extremfall erforderlich. Außerdem kann man einzelne Tragflächen etc. als Ersatzteile erwerben.

Das Ding gibts als Fast-Fertig-Bausatz und in einer Ready-To-Fly-Version mit eingebauten Miniservos, mit Motor, und mit Fahrtregler. Die letztere Version tut hervorragend ihren Dienst und ist sehr empfehlenswert.

Als Akku empfehle ich einen zweizelligen LiPo-Akku mit um die 2000mAh Kapazität. Guter Kompromiss zwischen Gewicht und erzielbarer Flugzeit. Du solltest zwei Stück davon haben, damit Du den einen Akku laden kannst, wärend Du den anderen leer fliegst.

Ist dies die Sorte Info für den Anfang, die Du erwartet hast?
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Beitragvon mib » 24.07.2007, 14:55

Ist dies die Sorte Info für den Anfang, die Du erwartet hast?


Definitiv ja!

Ich habe mich mal durch diverse Foren etc. gewühlt, und bin auf etwas ganz ähnliches gestoßen. Wichtig waren mir: anfängertauglich, keine Holzteile, relativ günstig. Dabei bin ich auf dieses Forum gestoßen:
http://www.modellflugtipps.de/modellber ... Anf%E4nger

Bei genauerem Hinsehen bin ich schnell bei Multiplex gelandet, aber nicht beim EasyGlider, sondern beim TwinStar, der auch in die Kategorie Anfänger eingestuft wurde. Im Katalog von Multiplex ist aber vom "geübten Anfänger" die Rede, und auch das Gewicht pro Fläche liegt bei 35g/dm2. Als RTF kostet habe ich den TwinStar für 370€ gefunden, wobei da eine Futaba-Fernsteuerung dabei ist (ist meines Wissens von Robbe, also wohl von besserer Qualität, ich weiß nicht ob das schon sein muss...?). Das wäre für mich wohl schon die Obergrenze!
http://www.modellbau-kjaeggle.de/index. ... =d240.html

Die von Multiplex empfohlene Fernsteuerung Cockpit SX liegt auch schon bei 270€, das finde ich relativ viel! Und bei den RR-Varianten (ready for radio, dein zweiter Link) würde noch das "Radio" dazukommen, richtig?

Jetzt habe ich auch mal nach dem EasyGlider gesucht aber in dem Forum nix gefunden, ich wühle mich aber noch mal weiter durch.

Hier im Ort gibt es auch einen kleinen Modellfliegerverein, die treffen sich immer samstags irgendwo auf einer Wiese. Vielleicht können die mir beibringen über die Kleinholzphase hinaus zu kommen ;-)

Meine Fragen wären jetzt noch:
- was meinst du zum TwinStar?
- gibt es gravierende Unterschiede zwischen Fernsteuerungen bei 35 oder 40 MHz?
- Ist dein RTF-Link tatsächlich RTF oder "nur" RR?

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Hägar
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Beitragvon Hägar » 24.07.2007, 15:33

Den Twin Star kenne ich nicht aus eigener Anschauung. Scheint tatsächlich ein leicht zu handhabendes Modell zu sein. Bleibt aber Fakt, daß 35g/dm² nicht wenig sind. Ich neige eher zu der vorsichtigeren Vorgehensweise = Motorsegler mit < 30g/m². Danach kannst Du immer noch feineres Gerät in Betracht ziehen. Am Ende ist es aber Deine Entscheidung und Risikofreude.

RTF oder RR? Naja, ist Definitionssache. Beim "fertigen" EasyGlider waren noch Flugakkus und eingebauter Regler mit geeigneten Steckern zu verlöten. Der nicht enthaltene Emfänger war einzubauen. Abziehbilder waren aufzukleben. Außerdem haben wir uns die Mühe gemacht, die relativ rauhe Oberfläche glatt zu schleifen. Letzteres kann, muß aber nicht. Alles in allem eine gute Stunde Arbeit.

Beim Thema Fernsteuerung habe ich meine alte 35Mhz Multiplex-Professional aus 1976 (!) erst im letzten Jahr gegen neueres Gerät eingetauscht. Nicht, weil die alte kaputt war (die tuts immer noch hervorragend), sondern weil mir verschiedene Programmiermöglichkeiten für meinen kleinen Shock-Flyer fehlten. Da meine "alte" MPX-Anlage nun über 30 fehlerfreie Jahre auf dem Buckel hatte, hielt ich das Risiko einer jüngeren Gebrauchtanlage für vertretbar. Bei Ebay habe ich für etwa 200EUR eine MPX Profi mc3000 erstanden. Funktioniert tadellos. Nicht ganz so exquisites Gerät geht dort für deutlich kleinere Beträge über den Tisch. Ich meine, um Geld zu sparen, kann man das wagen. Da steckt dann auch ein Sender für Dich drin, der mit steigenden Ambitionen von Dir immer noch gut sein wird.

35MHz oder 40MHz macht im Alltagsbetrieb m.E. nichts aus. Falls alles legal abgehen soll, mußt Du beachten, daß die meisten 40MHz-Kanäle nur für Autos und/oder Schiffe, nicht jedoch für die Fliegerei freigegeben sind. Wenn Du im Verein o.ä. fliegst, kann es da auf den legalen Kanälen schon mal eng werden.
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Beitragvon mib » 24.07.2007, 19:24

Hm, ich weiß nicht, schwierige Entscheidung...

War vorhin bei drei Läden, zwei haben nur noch Autos und Schiffe, der letzte Laden hatte noch Flugzeuge und die nur von Robbe und Graupner. Empfohlen hat er dann den E-Uhu, aber der scheidet eigentlich aus...

Was mich so grübeln lässt sind die Einsteiger-Flugmodelle von http://www.modellbau-kjaeggle.de/. Dort gibt es "richtige" RTF-Angebote, sowohl für den EasyGlider als auch den TwinStar, alle komplett mit Akkus, Ladegeräten, RC,... Der (finazielle) Unterschied zwischen den beiden liegt bei 80€ (verschiedene Fernsteuerungen) bzw. bei 20€ bei der gleichen Fernsteuerung...

Sind 35 d/dm2 denn seeeehr viel oder noch im unteren Bereich?

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Beitragvon Hägar » 24.07.2007, 20:16

:lol: :lol: :lol: Haha, ich sehe schon: Du bist in den "twinstar" verliebt. Und dann helfen keine Argumente mehr. :lol: :lol: :lol:

Sind 35 d/dm2 denn seeeehr viel oder noch im unteren Bereich?
Nein, seeeehr viel ist das nicht. Aber das Risiko steigt. Eigentlich geht es nur darum, die Schwelle der ersten paar Flüge zu überleben. Daran scheitert es in den meisten Fällen. Man lernt unter guten Umständen den Umgang mit einem gemäßigten RC-Flugzeug sehr schnell. Und dann wird alles ganz einfach. Aber dorthin muß man erst mal kommen.

Der typische Werdegang eines gefrusteten Anfängers ist: Ab auf die Wiese, starten, drei Runden drehen. Irgendwas ist nicht optimal, also Landung. Kawumm, Bruch. Ab nach Hause, reparieren. Keine Ersatzteile da, es ist Samstag Nachmittag, und alle Läden haben zu. Das macht man drei, vier mal, und dann ist die Lust vergangen.

Du kannst es mit dem Twinstar versuchen. Aber Du solltest einen erfahrenen Piloten zur Seite haben, der Dir das Ding eintrimmt, und der dich vor den gröbsten Anfängerfehlern bewahrt. Wenn Du auf diese Weise die ersten zwei Flugnachmittage überstanden hast, dann kannst Du dieses und auch andere Flugzeuge ohne weiteres selbstständig unter Kontrolle halten.
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Beitragvon mib » 25.07.2007, 12:26

:lol: :lol: :lol: Haha, ich sehe schon: Du bist in den "twinstar" verliebt. Und dann helfen keine Argumente mehr. :lol: :lol: :lol:



:oops: :love7 :oops:

Ertappt! Aber ich habe mich gestern schon bei dem "Verein" angekündigt, dass ich dort mal autauchen werde und die ersten Flugversuche machen möchte. Das geht soweit klar! Hoffentlich berappelt sich das Wetter bald wieder...

Vielen vielen Dank für die Hilfe und Informationen, auch wenn ich nicht ganz dem Rat folgen werde ;)

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Beitragvon Hägar » 25.07.2007, 18:13

Gern geschehen.

Da Du offenbar Hilfe für Deine ersten Flugversuche gefunden hast, sind die Erfolgsaussichten gleich vervielfacht. 8)

Lass mal gelegentlich Neuigkeiten über Erfolge und Mißerfolge hören.
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Beitragvon mib » 26.07.2007, 09:03

Ja Hilfe hat man mir angeboten, die treffen sich momentan sogar 2x die Woche... :D Wenn das Wetter mitspielt lerne ich am Samstag und Sonntag landen (fliegen).

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Beitragvon Pretender » 26.07.2007, 23:03

also bei dem thema muss ich mich auch mal einmischen *Gg*

da ich selbst seit knapp 14 jahren modellflieger bin und auch entliches an wettbewerben geflogen bin ( angefangen von pylon bis zu F3A-X ) kann ich dir nur eines sagen:

twin star ist nicht schlecht für den anfang... aber warum der twin star und nicht zb der easy star?

ich persönlich würde dir zu einem easy star set raten da zb bei dem easy star der prop hintem über dem rumpf angebracht ist und so die kleinen günther luftschrauben beim landen ( solange es nicht am rücken ist ) immer heil bleiben.

und wenn du das model mit dem original motor und original akku beherschst ist es immer noch ein leichtes den speed 400 gegen zb einen hs-bb 480 zu tauschen ( einiges mehr an steigleistung ) und einfach anderen akku ( zb den kleinen neuen von pansan ).

und da er nur über 3 funktionen verfügt ( höhe seite motor) ist er auch speziell für den anfang sehr gut geeignet.

eine bezugsadresse wäre zb hier ein alles in allem sorglos packet

da ich dieses model in unserem verein immer für die einsteigerkids empfehle und alle es noch damit geschafft haben kann ich es auch nur dir empfehlen

und da der easy komplett aus elapor besteht das super einfach mit sekundekleber geklebt werden kann , kann auch nichts schief gehen

zu dem thema rc steuerung solltest du beachten: wenn dir dieses hobby spaß macht und du dabei bleibst brauchst du bald neue modelle

die verfügen dann meistens auch über mehr kanäle etc
du kannst dir jetzt klarerweise ein set kaufen wo gerade die steuerung ausreicht um dieses modell zu fliegen... und dann wieder bei nem neuen modell in ne neue steuerung investieren...
ich rate dir hier eher gleich n bisschen mehr vorallem in die elektronik auszugeben denn wer billig kauft kauft beim modellflug immer 2 mal...

mfg tone
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Beitragvon mib » 28.07.2007, 08:48

Hi Tone,

der TwinStar ist (leider?) schon gekauft, daher ist bezüglich der Modellwahl eigentlich "der Drop gelutscht". Dazu gab es einen besseren Regler (auch für LiPos geeignet), ein gutes Ladegerät auch für KFZ-Betrieb und die Graupner MX12. Bei den Fernsteuerungen hat eigentlich jeder seine persönliche Meinung und was anderes empfohlen. Warum doch die Graupner? In der "Modellsportgruppe", in der ich lernen werde, fliegen 85% Graupner. Daher habe ich mit der Graupner am meisten Möglichkeiten, die Lehrer-Schüler-Funktion zu nutzen.

Ich habe bewusst keine Fernsteuerung für 500€ genommen da ich nicht weiß, ob ich langfristig dabei bleibe. Daher sollten die Kosten nicht zu hoch steigen, wohl aber etwas bieten, was man notfalls bei Ebay wieder loswerden kann. Daher die MX12.

Der TwinStar ist auch sehr einfach zu bauen, ich habe den Bausatz für 75€ bekommen, der RR-Satz ist bis Mitte August nicht lieferbar. Heute muss ich noch den Regler auf eine Platine löten, dann kanns losgehen. Ich schätze, dass ich ca. 8 Stunden gebraucht habe, ist aber durch die vielen Unterbrechungen schwer zu schätzen :D

Insgesamt hat die "Technik" mehrere Quantensprünge gemacht, zumindest im Vergleich zu den E-Uhu von vor 15 Jahren. Das war echt ein Akt, die ganzen Rippen der Flächen einzeln zu kleben, das Endstück zu schleifen und dann mit Bügelfolie drauf... Jetzt ist alles nahezu fertig, einfach zusammenkleben, bisschen ablängen, anpassen, ausrichten, löten, fertig. Ich bin eigentich sehr begeistert von meinem Flieger.

Wenn das Wetter einigermaßen hält findet der Erstflug heute gegen 17h statt. Drückt mir die Daumen dass es trocken und einigermaßen Windstill ist (sofern in diesem Sommer überhaupt möglich :evil: )

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Beitragvon Zauberer » 28.07.2007, 13:46

Wenn das Wetter einigermaßen hält findet der Erstflug heute gegen 17h statt. Drückt mir die Daumen dass es trocken und einigermaßen Windstill ist (sofern in diesem Sommer überhaupt möglich :evil: )

Und heul uns hier um 18:00 Uhr nicht die Ohren voll, wenn du mit deinem Restehaufen wieder zuhause bist. :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Landstraßenbiker » 28.07.2007, 14:10

Und heul uns hier um 18:00 Uhr nicht die Ohren voll, wenn du mit deinem Restehaufen wieder zuhause bist. :lol: :lol: :lol:


:badgrin: :badgrin: wie kann man nur SO GEMEIN sein ??? :toothy12 :toothy12

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Beitragvon Pretender » 28.07.2007, 18:05

na bei der mx 12 hast du e ein top gerät erwischt.. kann man nicht meckern

hab ich als kleinen 2t sender und als hauptsender auch ne graupner. ( MC 24 )

also bei graupner liegtst du mal garantietr richtig *Gg*

das mit dme regler is auch ne gute sache falls du mal auf lipos mit brushless etc umsteigen möchtest...

na dann viel spaß und holm und rippenbruch *gg*
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Beitragvon mib » 28.07.2007, 23:02

Vermelde: nix kaputt! :D
Grund: nicht geflogen! :(

Tja, um 17h hat es geschüttet aus Eimern, um 18h war dann Sonne, ich schnell das Flugzeug eingepackt und hin - keiner da! Egal, morgen um 11h nächster Anlauf, aber wenn ich mir die Wettervorhersage ansehe - zum Surfen zu wenig, zum Fliegen zu viel :evil: Wobei ich ja (noch) keine Ahnung habe bei wieviel Wind man noch (kontrolliert) fliegen kann.

Ach so, der Flieger ist fertig geworden, just in time. Wir haben zwar seit gestern Nachmittag Besuch, der sich bis Sonntag eingenistet hat, aber ich hab mich ab und zu für ein Stündchen ausgeklinkt. ;) Den Regler auf diese blöde Platine zu löten hat echt den letzten Nerv gekostet, das Ding wollte einfach nicht! Egal, jetzt hält es, morgen noch die letzten Aufkleber drauf und gut.

Gute Nacht,
Quax

EDIT:

Wieder Dauerregen, aber ich habe mit zwei Leute vom Verein gequatscht und mich für Donnerstag verabredet, beide bringen das Verbindungskabel für die Fernsteuerungen mit... ;-)

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Beitragvon Pretender » 29.07.2007, 22:39

was auch noch n guter tipp meinerseits is...
leg dir n simulator zu.. zb den aerofly pro oder den reflex...

bringt auch ne menge
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Beitragvon mib » 30.07.2007, 14:41

Das wäre auch noch eine Idee! Meinst du so einen Simulator, an den man die MX-12 anschließen kann? Soweit ich weiß bietet Multiplex auch sowas an. Dafür braucht man aber bestimmt wieder extra Kabel etc. oder? Was kostet sowas?

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Beitragvon Pretender » 30.07.2007, 21:16

ja wenn du jetzt zb den aerofly nimmst , da gibts ne eigene steuerung meistens dazu , nennt sich gamebird , liegt genau so wie deine mx12 in der hand und hat statt der antenne eben das anschlusskabel.. ist meistens die einfachste und günstigste variante

wenn du trotzdem mit der mx fliegen möchtest brauchst du für den aerofly noch den zwischenstecker für die mx 12

die simulatoren fangen so ab 60 euro an ( aber die investition in einen simulator ist die sache immer wert)

zb der easyfly kostet mit dem interface kabel für die mx12 ca 90 euro

mit dem gamebird ca 95 €

der easyfly ist sozusagen der kleinere bruder des aerofly pro

der kostet ca 160 € ist aber sehr realistisch und hat mehr möglichkeiten zum trainieren , dazu gibts auch jede menge gratis downloads aus dem netz zb diverse flugzeuge , helis etc etc und jede menge fluglandschaften



eine andere möglichkeit ist hier noch der fulgsim von reflex xtr

das ist wahrscheinlich der am betsen ausgereifte und am realistischsten programmierte simulator den ich je geflogen bin... mit diesem simulator trainiere ich immer meine wertungsprogramme wenn schlecht wetter ist...
ich persönlich kann von den flugleistungen nicht unterscheiden ob es jetzt simulator ist oder ob ich echt am platz stehe...

der reflex xtr kostet nur ca 220 euro inkl adapterkabel für die mx12

jetzt müsstest du nur mehr entscheiden was du haben möchtest...
mit dem easyfly kannst du es zwar auch üben aber du wirsd niemals wind etc realistisch einstellen können...

mit dem aerofly kannst alles machen , sehr realistisch
und mein reflex xtr kannst du keinen unterschied mehr erkennen zwischen simulation oder real


ich empfehle immer zuerst mal auf nem simulator zu üben den man erspart sich wirklich viel viel geld...
vorallem wenn man heli fliegen möchte etc...
und wenn man es am simulator beherscht kann man mit ruhigem gewissen auf den platz gehen und sein eigenes model auspacken und versuchen

den das gute ist das man jedes flugzeug das es als model gibt auch für den simulator bekommt...

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Beitragvon mib » 31.07.2007, 09:02

Hab mir von der Homepage von Multiplex den FMS runtergeladen (kostenlos), dazu die aktualisierten Parameter für den TwinStar. Steuern kann ich bislang nur mit Tastatur, weil ich (noch) kein PC-Kabel habe. Ist nicht sooo der Bringer, auch die Landschaften sind eher rustikal, dafür kann ich schon mal meinen Flieger ausprobieren... 8)

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Beitragvon Pretender » 31.07.2007, 14:51

ja das problem is beim fms das er absolut unrealistisch ist.. auch von den parametern her...

das is das einzige problem..

zb solche dinge wie srömungsabriss etc gibts alles nicht wirklich...

fms is ganz nett zum spielen aber mehr auch ned.. ne simulation würd ich das ned nennen *Gg*

aber da gibts ne nette seite für alle sims im netz LINK

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Beitragvon mib » 05.08.2007, 11:52

\:D/ :icon_bounce
Juchu, geschafft: Freitag war "ich" in der Luft, macht riesig Laune. Natürlich an der Leine mit einem erfahrenen (aber deutlich jüngeren :!: ) Piloten. Erst mit seiner Chessna, danach haben wir zwei Akkus des Twinstar leergeflogen. Zum Schluss hat er auch kaum noch eingegriffen... 8)
Landen ist echt nicht sooo einfach. Hab mehrfach versucht nur parallel zur Landebahn zu fliegen, selbst das fande ich schon schwierig. Und dann soll man noch auf dem 2m breiten Kurzgemähten landen? Werde wohl noch einiges lernen müssen.
Auf jeden Fall haben wir die Handynummern ausgetauscht, sobald er wieder in Lilienthal fliegt will er mich anrufen. Jetzt sitze ich wieder neben dem Telefon und warte auf den Anruf... :D

Insgesamt fand ich den TwinStar sogar einfacher als die Chessna, wobei wir (es war eine Ferienspaßaktion und daher jede Mende Kids auf dem Feld/an den Reglern) nur 20% Ruderausschläge bekommen haben. Mit dem TwinStar habe haben wir - glaube ich - 80% gemacht, das fand ich wesentlich einfacher.

Freue mich schon tierisch auf das nächste Mal - und ich muss zugeben, es juckt mich in den Fingern einfach allein hinzufahren und zu probieren. Aber ich kann mich (noch) zurüchalten.... ;)

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Beitragvon Pretender » 06.08.2007, 10:57

das du dich zurückhalten kannst is auch gut so *Gg*

so bleibt dir ne menge frust und geld erspart...

am besten bist du dran wenn du immer nur paralell und in gleicher höhe die ersten paar akkus leer fliegst.. immer neben der bahn und schön die geschwindigkeit halten und höhe auch....

und dann einfach mal versuchen immer die geschwindigkeit weiter rauszunehmen, solange bis das ganze ein bisschen "schwammig" wird... wenn du das drauf hast kannst du auch schon mal alleine gehen....

den fliegen ist landen.. und nichts anderes...

und das die meisten piloten "jünger" sind liegt darin das die kiddies 1: mehr gefühl in den fingern haben 2: das räumliche denken noch besser is und 3: meistens sponsored by daddy sind und eben nicht so die verlust ängste haben *Gg*

n beispiel: bei mir in der F3A-X klasse ( kunstflugmaschinen mit 3 meter spannweite und 3 meter rumpflänge und eine motorisierung zwischen 125 und 300 ccm , preis pro modell ca zwischen 3 und 10 000 euro) ist einer der besten piloten erst 9 jahre alt ... und der fliegt seit 3 jahren.. und fliegt uns "alten" mächtig um die ohren...

noch n tipp... am anfang empfiehlt es sich auf die ausschläge dual rate zu geben... is noch viel einfacher zu fliegen...

na dann gratulation zum bestandenen erstflug und mach weiter so

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Beitragvon mib » 06.08.2007, 11:03

am anfang empfiehlt es sich auf die ausschläge dual rate zu geben


Häh? Was wollen Strunz? :D

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Beitragvon Pretender » 06.08.2007, 11:12

dual rate ist nichts anderes als: wenn du kein dual rate hast geht der knüppel mit dem servo eine lineare bewegung.. soviel wie du ausgeschlagen hzast am sender , soviel schlägt auch der servo aus.. mit dual rate kannst du in % angeben wieviel der servo von dieser linearen abweichen soll

sprich wenn du 100 % am knüppel hast , hat der servo auch 100 %

aber dazwischen kannst du am knüppel mehr haben und am servo weniger...

sprich das modell läst sich feinfüliger fliegen

ein beispiel: du hast am knüppel 10 % ausschlag und der servo hat nur 5%
am knüppel 30 und am servo nur 15%


das ist am anfang leichter da du nicht so feinfülig steuern musst und so auch mal gröbere patzer leichter ausgebessert werden können...


das dual rate is scheisse zum erklären.. am besten wäre du nimmst deine bedienungsanleitung und liest dir das mal durch...

da ist es schön erklärt mit grafiken und kurven *Gg*

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Beitragvon mib » 06.08.2007, 11:24

..aaaaaach sooooo! Aber das habe ich doch schon oben geschrieben, dass bei 100% Knüppelausschlag 80% Ruderausschlag kommen. So hatten wir das Freitag ausprobiert, aber wenn ich meinen Fluglehrer richtig verstanden habe werde da auch noch was ausprobieren.

Wo bekomme ich eigentlich so ein Kabel her um meine MX12 an den PC (USB) anzuschließen? Möchte doch mal den einen oderen Sim ausprobieren, und bei graupner.de habe ich für die MX12 nichts gefunden. Hat jemand einen Tipp?


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