Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

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sanplis
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Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon sanplis » 01.07.2008, 23:53

Hallo Leute,

auch auf die Gefahr hin, das hier wieder ein "mein Motorrad macht Geräusche"-Thread losgetreten wird müsste ich einfach mal Zuspruch/Anregungen haben.

Meine Bremsen wurden letztes Jahr (vor ca. 6000km) mit neuen Sintermetall-Belegen (orig. Kawa) bestückt. Vorher waren vermutlich organische Belege drauf. Der Kawa-Mann meinte damals auch, dass Schleifgeräusche nun normal seien, da schleift halt Metall auf Metall.

Seit ein paar Tagen aber habe ich den Eindruck, als würden die Geräusche zunehmen. Während der Fahrt bei ca. 60km klingt das ähnlich wie die Reifenabrollgeräusche eines LKW auf der Autobahn ("uuuuuu"). Darüber kann ich aufgrund der Windgeräusche nichts mehr genau hören. Darunter wird das Geräusch entsprechend dunkler und nimmt ab. Beim Bremsen (speziell in geringen Geschwindigkeit bis zum Stillstand) klingt es dann recht hart, als würden zwei raue metallische Oberflächen aneinander reiben. Das Geräusch habe ich auch, wenn ich den Bock nach einer Stunde Standzeit oder mehr schiebe. Komischerweise wird es nach ein paar Metern Schieben etwas weniger rau - als würde da Rost drin sitzen, der aber nach ein paar Metern weggeschliffen ist.

Ein wenig Bremsenrubbeln hatte ich schon eine Weile, da das aber viele hier im Forum haben hatte ich das unter ZZR-Krankheit abgetan. Auch hat sich die Bremswirkung seit der Überholung nicht merklich verändert.

Habe heute Abend mal die Fuhre aufgebockt, so dass das Vorderrad frei war. Selbst bei starken Andrehen mit der Hand dreht das Rad nur maximal eine Drehung bevor es anhält. Ob eine Seite stärker zieht/bremst konnte ich nicht feststellen. Ein Klackern/Rattern ist nicht zu hören. Die Belege sehen allesamt noch gut aus und sind gleichmäßig genutzt. Die Scheiben weisen leichte Riefen auf was aber schon vor einigen tausend km so war. Rost, Verfärbungen oder Verzug der Scheiben konnte ich (mir bloßem Auge) nicht feststellen. Rad ausbauen war mangels Zeit leider nicht drin.

Bin etwas ratlos in Bezug auf die Ursache (Radlager ausgelummelt / Bremszange öffnet nicht 100% / Fremdkörper in der Bremsanlage / Bremsbeleg verkantet / etc.). Werde wohl mal mit dem Schätzchen zu den "Profis" fahren und die mal einen Blick darauf werfen lassen.

Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Verdacht bevor Kawa mir sagt, ich müsste das gesamte Motorrad inklusive Gabel usw. austauschen lassen.

Danke schonmal
Sandro
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Zauberer » 02.07.2008, 00:00

Bin etwas ratlos in Bezug auf die Ursache (Radlager ausgelummelt / Bremszange öffnet nicht 100% / Fremdkörper in der Bremsanlage / Bremsbeleg verkantet / etc.). Werde wohl mal mit dem Schätzchen zu den "Profis" fahren und die mal einen Blick darauf werfen lassen.
Danke schonmal
Sandro

Da hast du doch schon alle üblichen Verdächtigen auf den Punkt gebracht.
Wenn du die Fuhre schon aufgebockt hast, hättest du die Klötze mal nach außen drücken können.
Ist das Schleifen dann immernoch vorhanden, geht es an die Tachoschnecke oder Radlager.
Ansonsten die Bremssättel abnehmen und ordentlich reinigen.
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Beitragvon Roadrunner » 02.07.2008, 14:48

Würde auch vorne nochmals aufbocken und dann die Bremssättel mal beide weg machen !
Wenn sich das Rad dann sauber dreht , liegts wohl an den Bremsen ;) Wobei das dann nix mit den Sinter belägen zu tun hat.
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Beitragvon sanplis » 02.07.2008, 15:01

Würde auch vorne nochmals aufbocken und dann die Bremssättel mal beide weg machen

Werde ich mal tun und dann berichten. Werke hätte heute eh keine Zeit für mich.

Danke
Sandro
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Beitragvon sanplis » 02.07.2008, 22:01

So, das war doch mal ein aufschlussreicher Abend. Der Lütte hatte eh schlechte Laune und hat sich nochmal eine kleine Auszeit gegönnt, so dass Papa am Bock schrauben konnte.

Erste gute Nachricht: Ich habe den Verursacher gefunden. Viel schrauben musste ich dafür gar nicht. Nach Entfernen des Abdeckblechs war schon klar: der innere Bremsbelag der linken Bremse war komplett runter. Wenn ich komplett sage, dann meine ich das auch - da ist gar nichts mehr auf dem Träger! Erklärt somit die Schleifgeräusche. Die Scheibe hat zum Glück, soweit ich dass erkennen konnte, nichts abbekommen. Hier mal die Stärke der Beläge (plus Trägerplatte 4mm):
Rechts außen/innen: jeweils ca 3,5mm
Links außen: ca 4,2mm
Links innen: 0,0mm :shock:

Zweite gute Nachricht: das Vorderrad, ohne montierte Bremsen, läuft geräuschlos und ohne Widerstand bis man es anhält (ansonsten läuft es wahrscheinlich die ganze Nacht lang :D ). Kombiniere: Lager und Tachoschnecke sind ok

Die schlechte Nachricht: die inneren Kolben der linken Bremse scheinen sehr schwergängig, so dass sie sich nicht mehr wie gewünscht zurückgezogen haben (waren fast vollständig draußen als ich den Sattel runter hatte). Ich habe sie zwar mit einer Schraubzwinge wieder ins Gehäuse drücken können, allerdings mit mehr Kraft wie erwartet. Nach dem Reinigen ist mir aufgefallen, dass bei einem der Kolben die Dichtung auf ca. 2cm des Rings aus der Nut ragt. Als mein Schwiegervater die Bremse betätigt hat ("Gängig machen") hat sich die Dichtung weiter rausgearbeitet, so dass Bremsflüssigkeit ausgetreten ist.

Frage: Kann man die Bremssättel ähnlich wie einen Vergaser reinigen und mit neuen Dichtungen bestücken (lassen)? Macht das wirtschaftlich gesehen Sinn, oder sollte man gleich einen neuen (gebrauchten) Sattel einsetzen?

Schönen Abend noch
Sandro
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Beitragvon Roadrunner » 03.07.2008, 15:37

Das mit dem Gummi kommt von zu weit abgefahrenen Bremsbelägen !!! Diesen einen Gummi würde ich ersetzen da er ja mehr oder weniger " Gequetscht wurde !!!

Ansonsten läßt sich so ein Bremssattel mit einer gewissen erfahrung wider instand setzen !!! Die Kolben sind nur rein gedrückt . Man kann sie auch raus holen , sauber machen und mit viel Gefühl und Kraft wider einsetzen !
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Beitragvon sanplis » 04.07.2008, 09:21

@RR : Genau meine Denke.

War gestern bei Kawa, um neue Dichtringe, Beläge und Flüssigkeit für die Überholung der Bremse zu organisieren. Die Aussage dort war, ich solle gleich alle Dichtringe ersetzen, um die Alterung der Anlage gleichmäßig zu halten. Als ich dann aber den Preis gehört habe bin ich fast hinten über gefallen: 120 Euro für 16 Ringe!! :shock: :shock: Dazu sollte ich am besten noch die Kolben erneuern (hier habe ich mich gar nicht erst getraut nach dem Preis zu fragen).

Zumindest durfte ich mal einen Blick auf einen Satz neuer Bremsbeläge werfen (Kawa Sinter wie meine): Materialstärke 4mm (wie die Trägerplatte), also gerade mal 0,5mm mehr als die Beläge meiner rechten Bremse.

Fragen:
1) Reicht es aus, die Dichtungen des einen Kolben zu erneuern? 120€ + Beläge + Flüssigkeit + Reiniger, etc. sind momentan einfach nicht drin.
2) Muss ich zwingend die Beläge auf beiden Bremsen erneuern oder reicht es, das defekte Paar mit baugleichen zur rechten Seite (immerhin 44€) zu ersetzen?
3) Kann ich die Dichtringe der anderen Kolben erneut/weiter verwenden? Hatte vor, die Bremsen auf beiden Seiten zu zerlegen, zu reinigen, mit neuen Belägen in der linken Bremse wieder zu montieren und zu befüllen.

Danke
Sandro
Zuletzt geändert von sanplis am 04.07.2008, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon herb3012 » 04.07.2008, 12:10


Fragen:
1) Reicht es nicht aus, die Dichtungen des einen Kolben zu erneuern? 120€ + Beläge + Flüssigkeit + Reiniger, etc. sind momentan einfach nicht drin.
2) Muss ich zwingend die Beläge auf beiden Bremsen erneuern oder reicht es, das defekte Paar mit baugleichen zur rechten Seite (immerhin 44€) zu ersetzen?
3) Kann ich die Dichtringe der anderen Kolben erneut/weiter verwenden? Hatte vor, die Bremsen auf beiden Seiten zu zerlegen, zu reinigen und mit neuen Belägen wieder zu montieren und zu befüllen.

Danke
Sandro


Zu 1.
Es wäre auf jedenfall sinnvoll die Dichtungen beider Kolben zu erneuern.
Grund: Es könnte sonst sein, das deine Beläge, wie vorher mit dem defekten Kolben, sich unterschiedlich Verschleissen. Dementsprechend würde auch deine Scheibe verschlissen.

Zu 2.
Wenn man Bremsbeläge wechselt sollte man, wie beim Auto immmer beide Seiten komplett wechseln. Der Grund hierbei ist ebenfalls der unterschiedliche Verschleiss der Scheiben.

Zu3.
Die Kolben der zweiten Seite kannst du, wenn Die noch OK sind, weiterverwenden.

Ergo: Wenn du die Reparieren möchtest, knöpfe dir den kompletten Bremssattel vor und nicht nur einen Kolben.

Gruß herb
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Beitragvon 599cc » 04.07.2008, 12:55

Ich stand im Dezember 2007 vor genau der gleichen Symptomatik/Problematik.---Ersatzteil-Preisschock!!
Habe mich dann schweren Herzens fuer den Tausch aller Gummis und Belaege nicht aber der Kolben entschieden.
Warum? Weil ich nicht ein paar Wochen/Monate spaeter die ganze Aktion von neuem beginnen wollte. ( Versagen nicht getauschter Teile )
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Beitragvon sanplis » 13.07.2008, 11:25

So, hier mal ein kurzes Update nach der Schrauberaktion gestern (schönen Gruß an Locke und Anhang - das hat echt Spaß gemacht und war mal wieder sehr lehrreich):

Haben die Bremssättel vorne komplett zerlegt: die waren, wenn man mich fragt, in einem desolaten Zustand und es ist mir ein Rätsel, wie die noch bremsen konnten! An der Problem-Bremszange waren die Kolben, die gegenüber dem aufgebrachten Belag lagen, so fest gefressen, dass wir sie nur in einer Werke unter Einsatz von Profi-Pressluft, viel Bremsenreiniger und jeder Menge Geduld zu lösen waren. Mein "kleiner" Kompressor zuhause (immerhin 6 Bar) hatte einfach nicht genug Druck, die heraus zu drücken. Somit ist es keine Frage mehr, woher die ungleiche Verschleiß stammte:
Bild

An allen Kolben ließ sich teilweise extreme Alu-Oxidation feststellen, die insbesondere an den Kolben und in der Nut der Staubdichtungen im Sattel fest saß. Gut ist, dass sich dieser Dreck mit Geduld, feinem Schleifpapier und Chrompolitor restlos entfernen lässt, so dass die Kolben wieder wie neu aussehen:
Bild

Auch die Zangen lassen sich mit einem Dremel mit Bürstenaufsatz wieder in einen vernünftigen Zustand versetzen.

Negativ ist mir aufgefallen, dass wir gerade mal 30-40ml Flüssigkeit aus der Anlage herauspumpen konnten. Dazu vielleicht noch mal 30ml, die aus den Sätteln kamen - alles nicht wirklich viel. Wenn man nicht alles selber macht (*kopfschüttel*).

Fazit:
Grillen war lecker! :D
Bild

Bei den Kolben bin ich mir nicht 100% sicher, weil 3 davon leichte Reifen an unkritischen Stellen (oberhalb der Dichtungen) aufweisen. Werde sie trotzdem erstmal verwenden und nächstes Jahr erneut entscheiden. Die sollen 40€ pro Kolben kosten :shock: .
Von den Saubdichtungen konnten wir 3 von 8 "retten", der Rest ist für die Tonne. Die Dichtungen, in denen die Kolben laufen waren allesamt noch ok (keine Risse, Verhärtungen, etc.). Werde die nächsten Tage dazu nutzen, alle Teile zu säubern und Ersatz für die Staubdichtungen zu besorgen. Dann geht es mit dem Zusammenbau und Test weiter.

Eine Frage, die mir noch durch den Kopf schwirrt: Macht es Sinn, die Bremssättel nach dem Reinigen zusätzlich mal im Ultraschallbad zu säubern oder ist das Overkill?

Gruß
sanplis

P.S. Sorry für die etwas unscharfen Detailbilder - Tücken der Technik :oops:

@herb: Ich habe mich dazu durch gerungen, alle vier Beläge zu ersetzen. Allerdings habe ich nicht wieder in Kawa, sondern in die günstigen Saitos von Louis investiert. Nächstes Jahr, wenn die Scheiben fällig sind, werde ich dann komplett auf Lucas wechseln. Bis dahin müssen Herr und Frau Saito verzögern ;-)



/EDIT
Ich bekomme hier gerade voll den Hals: Auf der Suche nach einem Anbieter für Lucas Teilen (Scheiben, etc.) bin ich darüber gestoßen:
- komplettes Reparaturset inklusive Dichtringe, Staubmanschetten, Satteldichtungen und Entlüftlungskappen für die 2 Vorderradbremsen der 1999/2000er ZZR600: 46,05 Euro (LINK) - Kawa will hierfür rund 120 Euro sehen, wobei die 4 Satteldichtungen und die Abdeckungen der Entlüftungsnippel nicht berücksichtigt wurden!
- Bremssattel Kolben Reparatursatz inklusive Kolben, Dichtring und Staubmanschette: 25,01 Euro (LINK) - Preis Kawa nur für den Kolben (Ein Reparaturkit gibt es ja nicht) = 40 Euro!! Zusammen mit den Dintungen waren das über 55 Euro!!!

Habe ich hier irgend etwas übersehen oder ist Kawa echt so dreist???

:evil: :evil: :evil:
EDIT/
Zuletzt geändert von sanplis am 28.07.2008, 13:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Roadrunner » 14.07.2008, 06:47

Die sind so dreißt ! ;) :evil:
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Beitragvon sanplis » 28.07.2008, 13:29

Soooo. Bin heute das erste Mal wieder (überglücklich) mit dem Bock zur Arbeit gefahren - dem interessierte Leser wird dies mitteilen, dass die Bremsanlage es wieder tut.

Letzte Woche hatte ich ja von LarsB.'s Schlachtfest einen kompletten Bremssattel erstanden, aus dem ich mir die Kolben als Ersatz für die paar gerieften geholt habe. Die gingen wesentlich leichter aus der Zange als meine (komisch eigentlich ;) ), so dass ich dann alle Ersatzteile und Werkzeug für die Überholung bereit hatte.

Samstag vormittag sind dann Brax und Locke vorbeigekommen um zu schrauben. Wie auf dem Bild zu erkennen wurden bis dahin auch die letzten Teile gesäubert bzw. poliert (Kolben):
Bild

Hier mal ein kleines Vorher-/Nachher-Bild: vorne die nicht gesäuberte Zange (die von LarsB., wobei die wesentlich besser aussah als meine vorher), hinten meine gereinigte:
Bild

Der Zusammenbau ging auch ohne Zwischenfälle und aalglatt (Kolben ließen sich mit einem Daumen in die Löcher drücken), so dass wir die Bremsen mit den neuen Belägen bestückt montieren, befüllen und entlüften konnten. Das war zwar etwas umständlicher als ich es mir vorgestellt hatte (dauerte ewig bis die Luft komplett herausgepumpt war), aber sonst alles takko.

Zwischenzeitig wurde noch lecker gegrillt und anschließend in der "Hitzeschlacht von Winzlar" (>30° im Schatten) eine Mini-Tour ums Steinhuder Meer gemacht. Hier mal ein Bild vom bislang größten ZZR600-Treffen in Winzlar:
Bild


Kosten Ersatzteile:
    Bremssattel-Reparatursatz (Kolbendichtringe, Staubmanschetten, Satteldichtungen, Staubkappen) = 55,-€
    gebrauchter Bremssattel von LarsB. als Teilespender = 23,90
    Neue Saito Bremsbeläge von Louis = 33,90€
    Dremel-Messingbürsten (4 Stck.) = ca. 10€
    Sonstiges Material (Schlauch zum Entlüften, neue Schrauben für den Bremszylinder, Schmirgelpapier, Loctite) = ca. 10€
    Alles in allem: ca. 135€
    Der Lern- und Spaßeffekt sowie die Sicherheit, eine vernünftige Bremse zu haben: Unbezahlbar!

Fazit: Der Austausch der kompletten Zangen gegen gebrauchte Exemplare wäre günstiger (z.B. 70€ bei MVH oder 40€ bei LarsB., jeweils plus Beläge) und bei weitem weniger zeitaufwändig (ca. 10 Stunden reine Arbeitszeit) gewesen, hätte aber auf keinen Fall soviel Laune gemacht!

Abschließend möchte ich mich nochmal bei allen bedanken, die mir mit Rat und Fachwissen zur Seite gestanden habe, insbesondere bei Locke und Brax, die mich zusätzlich mit Tat unterstützt haben - IOU, dudes!

Beste Grüße
sanplis


P.S. Mich würde ja mal irgendwie interessieren, was Kawa für die Aktion genommen hätte ...
P.P.S. Hier noch ein paar weitere Bilder von der Aktion:
Bild Bild Bild Bild Bild
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Beitragvon Schnuller-Dieb » 28.07.2008, 13:57

Schön das du jetzt wieder fahren kannst ;)

Besonders klasse finde ich auch, das man hier wieder sehen kann, das unser Forum wie eine große Familie ist, wo jeder jedem hilft. Persönlich habe ich auch schon sehr oft davon gebrauch genommen..stimmts Kasi :lol: ;)
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Beitragvon Zauberer » 28.07.2008, 14:12

Klasse Bericht - und die Gemeinschaftsarbeit vorbildlich.

Wenn ich gewußt hätte das es lecker Grillen gibt ..... :lol: so weit ist das ja nun auch nicht. ;)
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Beitragvon Locke » 28.07.2008, 19:30

Es gab beides mal sehr sehr lecker Grillen !!! :lol:

Da hast du echt etwas verpasst.

@ Sandro: Sag mal mußtest du alles BIlder nehmen wo ich am rauchen bin ???
Irgendwie sehe ich jedesmal wie ein Statist aus. :oops: :lol:
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Beitragvon sanplis » 28.07.2008, 21:48

Na, dann wollen wir das doch mal gleich richtigstellen: Bis auf die Zeiten, wo wir zum Grillen pausiert haben, hat Locke immer nur geschuftet. Das mit den Zichten rechnen wir mal gegen die gute Arbeit gegen, dann passt das schon ;-)
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Redie87 » 11.08.2013, 16:54

Hoffe kann hier mein problem gleich reinwerfen! :D Um nichts neues aufzumachen

Hallo

Da ich mir letzte Woche neue reifen drauf machen musste hab ich jetz ein problem.

Und bin auf dieses Thema gestossen.

Wenn ich meine ZZr aufbocke und mein vorderad drehen will geht es sehr schwergängig,habe die im thread vorgeschlagenen hilfe leistungen durchgeführt und bin zum entschluss gekommen das es bei mir nicht an der Bremse liegt ,weil es auch bei ausgebauten Bremssatteln fast nicht zu drehen geht :( .
Sobald ich die achsmutter löse dreht es sich einwandfrei!

habe es nach dem Tutorien ausgbaut
viewtopic.php?f=37&t=6766" onclick="window.open(this.href);return false;

das einzige was bei mir passiert ist das die nippel von der tachoschnecke abgebrochen sind :?

Kann das der grund sein für die schwergängigkeit?

Hoffe habe alles Konkret und verständlich beschrieben und würde mich über eine Hilfreiche antwort freuen
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Das sind meine Fahrzeugdaten :-)

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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Oppa » 11.08.2013, 17:06

na, keine Zeit zum Lesen gehabt? ;)

Denke, Du hast Dir die komplette Tachoschnecke verklemmt. Die muss sich nämlich im eingebauten Zustand ein paar Millimeter drehen lassen. Dann wird wahrscheinlich mindestens 'n neuer Mitnehmer fällig. So weit ich gesehen habe, bietet Korn21 aber im Biete-thread 'ne komplette Tachoschnecke an.

Am besten, Du baust die Tachoschnecke mal aus und machst den Mitnehmer mal raus (Seegering). Davon und am besten gleich vom ganzen Bereich 'n paar aussagekräftige Bilder wären nicht verkehrt! ;)
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Redie87 » 11.08.2013, 17:13

oh überlesen

bewegen lässt sich die schnecke nicht :roll:

passt die schnecke vom e modell an das D modell

bilder folgen
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Zauberer » 11.08.2013, 17:55

Redie87 hat geschrieben: passt die schnecke vom e modell an das D modell

bilder folgen

nein! Unterschiedlicher Achsendurchmesser.
der Zauberer
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Redie87 » 11.08.2013, 19:34

Zauberer hat geschrieben:
Redie87 hat geschrieben: passt die schnecke vom e modell an das D modell

bilder folgen

nein! Unterschiedlicher Achsendurchmesser.


dankeschön :)
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Re:

Beitragvon duke2906 » 10.04.2016, 23:50

Roadrunner hat geschrieben:Das mit dem Gummi kommt von zu weit abgefahrenen Bremsbelägen !!! Diesen einen Gummi würde ich ersetzen da er ja mehr oder weniger " Gequetscht wurde !!!

Ansonsten läßt sich so ein Bremssattel mit einer gewissen erfahrung wider instand setzen !!! Die Kolben sind nur rein gedrückt . Man kann sie auch raus holen , sauber machen und mit viel Gefühl und Kraft wider einsetzen !


Auch wenn der Beitrag recht alt ist, habe ich doch eine kurze Frage...

Ich habe heute feststellen müssen, dass beim linken Bremssattel eine Seite komplett (beide Kolben) fest sind. Ich hab da nun einiges versucht um die heraus zu bekommen, aber alles ohne Erfolg. Nun hab ich auch Ersatz hier aus dem Forum organisiert. Habe mir nur gedacht dass ich eventuell direkt die Dichtungen und Manschetten dort erneuere. Aber: Wie bekommt man denn die Kolben im Normalfall heraus? 08/15 Zange ist ja bestimmt sehr ungünstig, bei den riefen die dann hinterlassen werden...
Gruß
Philipp

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Matrix
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon Matrix » 11.04.2016, 00:13

Probier das ganze mal mit Druckluft. Bremsleitung ab ....Druckluft Pistole auf das Loch ansetzen(evtl Gummidichtung unterlegen) und dann mit 8-10 Bar drauf halten. Normalerweise müßte der Kolben dann Kommen!
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon sanplis » 11.04.2016, 00:14

Eine Zange solltest Du nicht verwenden, das weiß ich aus Erfahrung ; -)
Versuch lieber, die Kolben mit Druckluft rauszudrücken
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Re: Vorderrad schwergängig, Geräusche beim Schieben/Fahren

Beitragvon duke2906 » 11.04.2016, 08:00

Kommen dann nicht die beiden gegenüber liegenden Kolben so weit heraus, dass die Luft wieder entweicht? Das war nämlich das Problem das bei den anderen beiden, die nicht fest sind, schon die Flüssigkeit heraus kam. Und mit einer rohrzange zurück zu halten hat sich als äußerst schwierig gestaltet...

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Gruß
Philipp


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