Reanimation meiner alten Dame

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Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 13.09.2017, 19:33

Hallo ...

nach dem meine alte Dame nun fast 5 Jahre gestanden hatte bin ich dabei sie wieder fit zu machen.

Folgende Probleme liegen bzw. lagen an:
Im Tank war Rost:
Tank getauscht, Filter Leitungen sowie Vergaser gereinigt.

Zündkerzen wurden getauscht ist soweit alles sauber.

Motor von Hand gedreht vorm ersten Start.
Mit Hilfe von Startpilot konnte ich die Dame wieder zum Leben erwecken. Läuft zwar etwas Hoch aber das liegt noch an den Einstellungen vom Vergaser / Leerlauf. Springt nun auch ohne Hilfe an.

Bremsen:
Die waren nach der langen Standzeit fest. Daher habe ich die Sattel demontiert und die Beläge ausgebaut. Kolben konnte ich mittels Bremsenreiniger und Schraubzwinge wieder in die Startposition drücken.

Hier nun aber ein Problem:
Die kleinen Schrauben der Feder waren nur mit Gewalt zu lösen und gingen dabei kaputt (Rund). Wo bekomme ich diese zu kaufen ? Link oder Teilenummer wären sehr hilfreich.

Bevor ich die Sättel wieder einbaue , was kann ich diesen noch gutes tun ? Einlegen in Reiniger evtl ? Gängigkeit mit druckluft prüfen ? Bremsflüssigkeit und Beläge werden logischerweise komplett getauscht.

Reifen und Kette tausch ich auch aber erst nach neuem TÜV. Das gute ist das die Maschine nie abgemeldet war und nicht zur Grössen Untersuchung muss.

Bin für alle Tips was ich noch tun kann dankbar
Grüsse Marc

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Raptor-Flyer
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 13.09.2017, 19:44

In die Bremssättel kannst du auch Schrauben M4x8 verbauen auch wenn die Länge schon grenzwertig ist. Passte bei mir aber hervorragend. Du solltest eigentlich auch mal wirklich testen ob alle Kolben der Bremsanlage nun leichtgängig sind, einfaches reindrücken tuts oft nicht. Wenn nicht leichtgängig 3 Kolben fixieren und einen nach dem anderen rausholen reinigen und wieder rein. Dabei allerdings die Dichtungen direkt wechseln! Die Bremse ist ein Lebenswichtiges Bauteil, daher lieber erfahrene Leute das machen lassen.
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon ukofumo » 13.09.2017, 19:48

Miraculix12345 hat geschrieben:Die kleinen Schrauben der Feder waren nur mit Gewalt zu lösen und gingen dabei kaputt

du meinst die beiden Schrauben die das Federblech halten?
da kannst du ganz normale Schrauben vom Baumarkt rein machen. (Edelstahl)
wenn ich das richtig im Kopf habe sind das M4x6 oder M4x8 Innensechskant-Schrauben

Naja - wenn die Kiste so lange gestanden hat, würde ich dir eher zu einer Komplett-Überholung der Bremszangen raten.
Zuletzt geändert von ukofumo am 13.09.2017, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Uwe
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 13.09.2017, 19:52

Danke für die schnellen Tips ....

Leichtgängig bedeutet ohne Zwinge mit daumenkraft ?
Mit der zwinge war der Aufwand auch ziemlich gering daher bin ich guter Hoffnung.

Dann mach ich mal einen Besuch im Bauhaus und hol mir die Innensechskant ... sind mir auch lieber wie die kreuzschrauben die drinne waren

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 13.09.2017, 19:57

ukofumo hat geschrieben:
Miraculix12345 hat geschrieben:Die kleinen Schrauben der Feder waren nur mit Gewalt zu lösen und gingen dabei kaputt

du meinst die beiden Schrauben die das Federblech halten?
da kannst du ganz normale Schrauben vom Baumarkt rein machen. (Edelstahl)
wenn ich das richtig im Kopf habe sind das M4x6 oder M4x8 Innensechskant-Schrauben

Naja - wenn die Kiste so lange gestanden hat, würde ich dir eher zu einer Komplett-Überholung der Bremszangen raten.

M4x6 sind drinnen gewesen, M4x8 passt allerdings auch.

Miraculix12345 hat geschrieben:Danke für die schnellen Tips ....

Leichtgängig bedeutet ohne Zwinge mit daumenkraft ?

Ja genau, muss aber bei jedem einzelnen Kolben so sein und nicht nur bei einem von einer Seite des Bremssattels ;)
Und zu der Komplettüberholung würde ich auch eher raten
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Oppa » 13.09.2017, 22:22

Wenn Du eh schon Alles auseinander hast, würde ich mal über Stahlflex nachdenken. Die Gummischläuche verspröden mit der Zeit, was die Bremsleistung auch negativ beeinflusst.
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 14.09.2017, 18:41

So habe nun die Kolben geprüft der vorderen Bremse. Einer bewegt sich keinen mm mehr ... die anderen sind mittlerweile schön leichtgängig. Gibt es einen Trick wie ich den einen Kolben raus bekomme ? Druckluft hilft nicht und kolbenzange hab ich auch nicht zur Hand . Will ja nichts beschädigen und wo bekommt man neuen Dichtungssatz oder hat jemand einen Teilelink / Nr.

Grüsse Marc

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 14.09.2017, 19:37

Probiers mal mit alle anderen Kolben festsetzen, Sattel anschließen und pumpen, dadurch baust du deutlich mehr Druck auf
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 17.09.2017, 00:29

Raptor hat funktioniert ... Danke für den Tip
Hab mich aber für gut gebrauchte Sättel entschieden welche ich bald bekomme... die alten Sättel restauriere ich als Ersatz in Ruhe

Beim anspringen tut sich die Lady etwas schwer aber sie kommt nach ner Weile und läuft so bei 1000U/min. Ab und zu schwankt sie minimal etwas runter und läuft dann wieder ruhig weiter. Was mir nun nicht ganz gefällt ist das wenn sie auf dem hauptständer steht , ich den ersten Gang einlege tue und die kupplung kommen lasse, das sie ausgeht. Halte ich sie dabei auf Drehzahl >1500 passiert nichts. Die Kette ist auch ziemlich schlapp aber ich denke das es damit nicht zusammen hängt. Hat jemand ne Idee was das sein kann oder wie ich das behebe ? Es hört sich auch so an als ob die Maschine etwas klopft bei niedriger Drehzahl ...

Gruss Marc

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 17.09.2017, 09:35

Guck mal nach ob der Seitenständerschalter der Pin wieder ausfährt wenn du den Seitenständer einklappst oder ob der Hängen bleibt. Könnte eine Ursache fürs ausgehen sein.
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon rate.mal » 17.09.2017, 17:16

Dreht dein Hinterrad frei? Schleift die Bremse vielleicht etwas?
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Zauberer » 18.09.2017, 08:05

Raptor-Flyer hat geschrieben:Guck mal nach ob der Seitenständerschalter der Pin wieder ausfährt wenn du den Seitenständer einklappst oder ob der Hängen bleibt. Könnte eine Ursache fürs ausgehen sein.

Wie soll das denn funktionieren? Das kann ich mir jetzt nicht einmal theoretisch vorstellen.
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 18.09.2017, 17:50

Zauberer hat geschrieben:
Raptor-Flyer hat geschrieben:Guck mal nach ob der Seitenständerschalter der Pin wieder ausfährt wenn du den Seitenständer einklappst oder ob der Hängen bleibt. Könnte eine Ursache fürs ausgehen sein.

Wie soll das denn funktionieren? Das kann ich mir jetzt nicht einmal theoretisch vorstellen.

Naja der Seitenständerschalter ist ja eigentlich ein Pin der reingedrückt wird, wenn der Seitenständer "ausgefahren" ist. Wenn man den Seitenständer wieder einklappt und der Pin nicht in die Ausgangsposition fährt, täuscht der doch vor, dass der Ständer durchgehend draussen wäre.
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Zauberer » 18.09.2017, 18:47

Raptor-Flyer hat geschrieben: Naja der Seitenständerschalter ist ja eigentlich ein Pin der reingedrückt wird, wenn der Seitenständer "ausgefahren" ist. Wenn man den Seitenständer wieder einklappt und der Pin nicht in die Ausgangsposition fährt, täuscht der doch vor, dass der Ständer durchgehend draussen wäre.
stimmt alles ganz genau. Aber dann dürfte das Motorrad nicht starten.
Und nicht wie in dem beschriebenen Fall laufen und dann ausgehen. Um das zu schaffen, müsste der "Pin" gegen die Feder wieder einfahren und das ist, was ich mir nicht einmal theoretisch vorstellen kann. ;)
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 18.09.2017, 19:59

Ich tippe auch auf ne feste bremse bzw. Das die etwas schwergängig ist . Werde mich morgen mal ran machen und berichten.

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Raptor-Flyer » 18.09.2017, 20:57

Zauberer hat geschrieben:
Raptor-Flyer hat geschrieben: Naja der Seitenständerschalter ist ja eigentlich ein Pin der reingedrückt wird, wenn der Seitenständer "ausgefahren" ist. Wenn man den Seitenständer wieder einklappt und der Pin nicht in die Ausgangsposition fährt, täuscht der doch vor, dass der Ständer durchgehend draussen wäre.
stimmt alles ganz genau. Aber dann dürfte das Motorrad nicht starten.
Und nicht wie in dem beschriebenen Fall laufen und dann ausgehen. Um das zu schaffen, müsste der "Pin" gegen die Feder wieder einfahren und das ist, was ich mir nicht einmal theoretisch vorstellen kann. ;)

Dazu gabs im Ninja Forum was nettes, der Ständer funktioniert bei der 600er ja so, dass sie erst ausgeht beim Kupplung kommen lassen. Heißt sie geht auch mit gezogener Kupplung an. Im beschriebenen Fall geht sie ja aus wenn er den Gang eingelegt hat und dann die Kupplung kommen lässt. Und ich spreche hierbei aus Erfahrung, bei mir war dieser Pin so dreckig, dass er einfach klemmen geblieben ist in Seitenständer draussen Stellung
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon ukofumo » 18.09.2017, 21:26

@Raptor-Flyer - @Zauberer
Irgendwie habt Ihr beide recht :lol:

Ja, es ist richtig: bei ausgeklapptem Seitenständer, eingelegtem Gang UND gezogener Kupplung lässt sich die Kawa trotzdem Starten
(bzw. sie geht erst aus wenn man die Kupplung kommen lässt....)

Aber:
Miraculix12345 hat geschrieben:Halte ich sie dabei auf Drehzahl >1500 passiert nichts.

daraus lese ich dass seine Maschine bei erhöhter Drehzahl dann doch nicht ausgeht...
... ergo kann es somit dann doch nicht an diesem Seitenständerschalter liegen...
Gruß Uwe
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon schnorpser » 19.09.2017, 16:13

Hallo,

Miraculix12345 hat geschrieben:Es hört sich auch so an als ob die Maschine etwas klopft bei niedriger Drehzahl ...

Öl alt oder kalt? Beides lässt den Motor etwas klopfen. Gerade wenn er kalt ist, lasse ich ihn per Choke bei rund 2000 U/min laufen, damit die Ölpumpe auch Druck erzeugen kann und das Öl ordentlich überall hin fördert, nebenbei wird das Öl natürlich auch warm. Ist Öl kalt und Motor tuckert bei 1000...1200 U/min scheint die Pumpe nicht in der Lage zu sein, den Ölfluss oder Druck zu 100% aufbauen zu können. Nach 30...60 Sekunden kann ich den Choke dann zurück nehmen und der Motor ist ruhig.
Miraculix12345 hat geschrieben:Beim anspringen tut sich die Lady etwas schwer aber sie kommt nach ner Weile und läuft so bei 1000U/min.
Miraculix12345 hat geschrieben:Was mir nun nicht ganz gefällt ist das wenn sie auf dem hauptständer steht , ich den ersten Gang einlege tue und die kupplung kommen lasse, das sie ausgeht. Halte ich sie dabei auf Drehzahl >1500 passiert nichts.

Wenn der Motor mit mehr als 1500 U/min läuft, du den ersten Gang einlegst und der Motor nicht abstirbt beim loslassen der Kupplung, geht dabei ein "Ruck" durchs Mopped, also eine Art losbrechen?


Viele Grüße
Norbert
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon eda653 » 20.09.2017, 15:36

Miraculix redet aber von seinem Hauptständer und nicht vom Seitenständer.
Hauptständer dürfte eigentlich keinen Sensor oder Schalter haben der kuckt ober der Ständer herraussen ist oder nicht. Da Der Hinterreifen ja sowiso in der Luft ist.
Interessant wäre wie die Maschine sich nun abstellt. Sofort und ohne wenn und aber, oder ob sie etwas ruckelt,...
Und springt sie dann auch wieder schön an? Oder ist es in die Richtung das sie abgesoffen ist?

Edit: Vergesst das mim Seitenständer. Mir ist grad klar geworden von welchem Pin ihr redet #-o

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 21.09.2017, 13:21

Hallo,

Also heut konnt ich mal wieder dran schrauben und habe meine Kette nachgespannt. War nicht viel und sie hängt wiedee schön straf. Dabei ist mir aufgefallen das der Hinterreifen nicht leichtgängig war und siehe da, die hintere Bremse war der Übeltäter. Gut Bremsenreiniger drauf und es ging wieder. Jetzt läuft die Maschine auch im 1. Gang auf dem Hauptständer ohne auszugehen. Was jetzt noch ziemlich ärgerlich ist, das Anspringen der Maschine. Steht sie 2 Tage orgel ich wie verrückt und es passiert nichts. Geb ich etwas Vergaserreiniger oder Startpilot in die 4 ansaugstuzen des Vergasers(Luftfilter ist demontiert),kommt Sie und läuft. Danach kann man sie ausmachen und sie springt ohne Hilfen an.. Nur wenn sie länger steht gehts ohne Zusätze nicht.
Hab schon einiges versucht , mit Choke oder ohne ... immer das selbe und nach der orgelei riecht sie nach Sprit.

Was kann ich noch versuchen oder was könnte dies sein ?
Grüsse Marc

Und schonmal vielen lieben Dank für die bisherigen Tips, haben mir sehr geholfen und ich freue mich schon einige hier bei einem Treffen/Tour mal zu treffen wenn meine Maschine wieder zuverlässig ihre Dienste tut

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon schnorpser » 26.09.2017, 10:01

Hallo Marc,
Miraculix12345 hat geschrieben:Dabei ist mir aufgefallen das der Hinterreifen nicht leichtgängig war und siehe da, die hintere Bremse war der Übeltäter.

Das mag kurzfristig geholfen haben, wenn die Bremse aber derart fest war, wäre eine gründliche Reinigung von Bremssattel und Bremskolben ratsam, nicht nur externes besprühen.
Miraculix12345 hat geschrieben:Was jetzt noch ziemlich ärgerlich ist, das Anspringen der Maschine. Steht sie 2 Tage orgel ich wie verrückt und es passiert nichts. Geb ich etwas Vergaserreiniger oder Startpilot in die 4 ansaugstuzen des Vergasers(Luftfilter ist demontiert),kommt Sie und läuft. Danach kann man sie ausmachen und sie springt ohne Hilfen an.. Nur wenn sie länger steht gehts ohne Zusätze nicht.
Hab schon einiges versucht , mit Choke oder ohne ... immer das selbe und nach der orgelei riecht sie nach Sprit.

Da wird wohl der Vergaser im Inneren zugesetzt sein. Vergaserreiniger mag kurzfristig helfen, ordentlich wird's nur durch Demontage des Vergasers und gründliche Reinigung aller Düsen und Kanäle, idealerweise im Ultraschallbad mit anschließender Kontrolle (Durchsicht und Durchpusten (ohne Membran!)).


Viele Grüße,
Norbert

Edit:
Schaue auch bitte hier:
viewtopic.php?f=37&t=12863
Anleitung zur Montage eines ZZR 600 Vergasers
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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Yogi58 » 26.09.2017, 21:29

Miraculix12345 hat geschrieben: Dabei ist mir aufgefallen das der Hinterreifen nicht leichtgängig war und siehe da, die hintere Bremse war der Übeltäter. Gut Bremsenreiniger drauf und es ging wieder. Jetzt läuft die Maschine auch im 1. Gang auf dem Hauptständer ohne auszugehen.


Mein Hinterrad lief leichtgängig, allerdings waren nach 7500 Kilometer die Bremsbeläge hinten futsch. Weil die Bremse eben doch etwas geschliffen hat. Beim wechseln der Bremsklötze gabs dann Probleme alles wieder rein zu bekommen. Der Reparatursatz Bremse hinten kostet 50 Euro incl. Mwst., sollte man sich bei so alten Moppeds leisten.
ZZR 600 E, EZ 99, Kilometerstand 53.113 km
(8728 km in 2017 / 7008 km in 2016 / 5265 km in 2015)
letzter Pirelli Angel ST rear 6527 km, 7526 km (der war platt)
letzter Pirelli Angel GT front 7956 km
Stahlflex, erster Kettensatz 28.807 km

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Re: Reanimation meiner alten Dame

Beitragvon Miraculix12345 » 26.09.2017, 23:04

Hi ,

Vergaser lag im Ultraschallbad und wurde gereinigt. Düsen etc. ebenso. Werde die Tage nochmal die Einstellungen prüfen.

Mit der Bremse ist klar das die noch repariert wird. Dazu möchte ich aber erst einen sauberen Lauf der Maschine erreichen bzw. das sie problemlos anspringt.

Gruss Marc


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